2. Bundesliga 2016/17, 23. Spieltag
13:09 - 10. Spielminute

Tor 1:0
Mugosa
Rechtsschuss
Vorbereitung Gimber
Karlsruhe

13:20 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Prömel
Karlsruhe

13:25 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Bakalorz
Hannover

13:34 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Sarenren Bazee
Hannover

13:36 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Valentini
Karlsruhe

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Fossum
für Sorg
Hannover

14:15 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Füllkrug
für Sarenren Bazee
Hannover

14:15 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Schmiedebach
Hannover

14:23 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Hoffer
für Mugosa
Karlsruhe

14:27 - 70. Spielminute

Tor 2:0
Diamantakos
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Hoffer
Karlsruhe

14:30 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Maier
für Bech
Hannover

14:38 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Yamada
für Valentini
Karlsruhe

14:43 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Albornoz
Hannover

14:48 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Marcel Mehlem
für Prömel
Karlsruhe

KSC

H96

Karlsruhe feiert ersten Sieg über die Roten seit 1998

Mugosa gibt die Richtung vor

Mirko Slomka

Applaus: Mirko Slomka beklatscht seine Mannschaft kurz nach dem 1:0-Treffer durch Stefan Mugosa. Picture Alliance

KSC-Coach Mirko Slomka verzichtete nach dem desaströsen 0:5-Debakel beim FC St. Pauli auf einen personellen Rundumschlag. Lediglich Yamada und Stoppelkamp sahen sich auf der Bank wieder, Thoelke fiel kurzfristig aus. Neu im Spiel waren dagegen Valentini, Gimber und Kom, der aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre die Partie am Millerntor verpasst hatte.

Hannovers Trainer Daniel Stendel war im Vergleich zum 2:2 gegen Arminia Bielefeld zu zwei Veränderungen gezwungen. Sané (5. Gelbe) und Klaus (Grippaler Infekt) traten die Reise nach Baden nicht mit an. Für Fossum und Arkenberg blieb nur der Platz auf der Bank. Sorg, Sarenen Bazee (beide nach Zerrung), Anton (nach Sperre) und Bech durften sich von Beginn an beweisen.

KSC zeigt eine Reaktion

Die Slomka-Elf zeigte von Beginn an die von der Vereinsführung geforderte Mentalität. Die Badener fanden schnell ins Spiel und präsentierten sich mit einer guten Körpersprache. Dies wurde schon nach knapp zehn Minuten belohnt: Bei einem weiten Schlag von Gimber schlug 96-Innenverteidiger Hübner ein fatales Luftloch, sodass Mugosa frei auf Tschauner zulief und zum 1:0 einschob (9.). Die unmittelbare Antwort der Niedersachsen blieb aus, weil Sarenren Bazee von Kempe beim Torabschluss behindert wurde (12.). Auf der Gegenseite verhinderte Tschauner gegen Diamantakos das 0:2 (14.).

Ansonsten blieb bei Hannover vieles Stückwerk. Die Mannschaft von Trainer Stendel ließ die Souveränität vermissen und konnte spielerisch kaum überzeugen. Diverse Male wurden die schnellen Bech und Sarenren Bazee mit Steilpässen gesucht. KSC-Keeper Orlishausen wurde aber kaum geprüft.

Harmloses Hannover

In der 21. Minute hätte Karlsruhe dann einen Handelfmeter bekommen können, jedoch zog Bech seinen Arm hinter den Körper - eine knifflige Entscheidung für Schiedsrichter Patrick Alt. Auch die bis dato weiterhin harmlosen Gäste haderten kurz darauf mit einer vermeintlichen Abseitsstellung von Harnik, wobei der Österreicher wahrscheinlich auf gleicher Höhe mit seinem Gegenspieler stand (31.).

Erstmals richtige Torgefahr entstand für das Karlsruher Tor nach einer 96-Ecke, bei der Orlishausen die Kugel noch von der Linie kratzte. Harnik konnte den Nachschuss nicht im Tor unterbringen (33.). Der 29-Jährige hatte auch die nächste Möglichkeit für die Roten, abermals behielt jedoch Orlishausen die Oberhand (42.).

2. Bundesliga, 23. Spieltag

Tschauners Lapsus

Mit Verdacht auf einen Trommelfellriss wurde Hannovers Sorg noch während der Pause in ein Krankenhaus gebracht. Fossum ersetzte den Rechtsverteidiger. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb der Aufstiegsaspirant vieles schuldig, ein dicker Patzer von Keeper Tschauner hätte sogar durch einen Lapsus beinahe das 0:2 aus Hannoveraner Sicht verursacht (50.). Auch fünf Minuten später sah der 96-Torwart nicht gut aus: Er verschätzte sich bei einer Flanke, Gimber konnte dahinter nicht profitieren (55.).

96-Trainer Stendel musste etwas verändern: Füllkrug sollte mithelfen, die Offensive anzukurbeln. Dies gelang dem ehemaligen Nürnberger aber nicht. Dagegen hatte KSC-Joker Hoffer (für Mugosa gekommen) deutlich größeren Einfluss auf den Ausgang des Spiels, denn der Österreicher holte wenige Minuten nach seiner Einwechslung einen Foulelfmeter heraus, den Diamantakos souverän verwandelte (70.).

Big Points für den KSC

Damit war die Partie mehr oder weniger entschieden, denn von den enttäuschenden Hannoveranern war noch immer kein Aufbäumen zu sehen. Vielmehr hätte der KSC bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher gewinnen und damit etwas für das Torverhältnis tun können: Bakalorz blockte einen Diamantakos-Schuss ab (77.), Kom war bei einem vielversprechenden Angriff zu eigensinnig (80.). So schlug die Slomka-Elf die Niedersachsen mit 2:0. Karlsruhe sackte drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt ein und besiegte die Roten erstmals seit Dezember 1998 wieder einmal.

Für den Karlsruher SC geht es am kommenden Freitag (18.30 Uhr) mit einem zumindest richtungsweisenden Duell gegen Erzgebirge Aue weiter. Die Hannoveraner messen sich am Samstag ab 13 Uhr vor heimischer Kulisse mit dem TSV 1860 München.

kon