Bundesliga 2016/17, 22. Spieltag
18:33 - 4. Spielminute

Gelbe Karte
Brooks
Hertha

19:09 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Haraguchi
Hertha

19:38 - 52. Spielminute

Tor 1:0
Ibisevic
Linksschuss
Vorbereitung Kalou
Hertha

19:45 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Gacinovic
Frankfurt

19:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Tarashaj
für Besuschkow
Frankfurt

19:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
D. Blum
für Varela
Frankfurt

20:01 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Hector
Frankfurt

20:04 - 78. Spielminute

Rote Karte
Seferovic
Frankfurt

20:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Mittelstädt
für Kalou
Hertha

20:10 - 83. Spielminute

Tor 2:0
Darida
Kopfball
Vorbereitung Mittelstädt
Hertha

20:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Lustenberger
für Langkamp
Hertha

20:15 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Duda
für Darida
Hertha

BSC

SGE

SGE kassiert bereits den sechsten Platzverweis

Ibisevics verzwicktes Tor hievt Hertha zum Dreier

Vedad Ibisevic (links)

Brachte Hertha BSC in Front: Berlins Kapitän Vedad Ibisevic. Getty Images

Hertha-Trainer Pal Dardai schickte für das zweite Heimspiel in Folge dieselben elf Akteure auf den Rasen, die schon beim vorhergegangenen 1:1 gegen den FC Bayern München beinahe einen Sieg eingefahren hatten. Das hieß im Klartext: Stark agierte als Aufbauspieler auf der Sechs, für offensiven Druck sollten Haraguchi, Kalou und Kapitän Ibisevic sorgen.

Niko Kovac wurde dagegen von personellen Aderlässen heimgesucht. Der Frankfurter Coach und ehemalige Berliner Profi (223 Ligaspiele, 23 Tore) baute demnach nach dem 0:2 gegen den FC Ingolstadt , der zweiten Pleite in Serie, gehörig um: Varela, Hector, Besuschkow, Gacinovic und Tawatha begannen anstelle von Abraham (Rotsperre), Vallejo (Muskelfaserriss), Mascarell (10. Gelbe Karte), Barkok und Meier (jeweils Bank). Außerdem nicht zur Verfügung standen Kräfte wie Fabian (Hüftprobleme) oder Stendera (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss).

Abnutzungskampf

Der Plan mit einer an vielen entscheidenden Stellen veränderten Elf war von Anfang an ersichtlich: Mit der Dreierkette - bestehend aus Chandler, Hector und Oczipka - sowie Aufbauspieler Hasebe wollte die Eintracht erst einmal Sicherheit gewinnen. Weil auch die gastgebende Alte Dame kein Risiko einging, servierten beide Klubs absolute Magerkost. Verschieben, Raum eng machen, Rückpässe oder Ballverluste erzwingen - die taktische Ordnung war das oberste Gebot. Chancen blieben extrem lange aus.

Rebic lässt das 1:0 liegen

Erst in der 29. Minute ereignete sich etwas. Das hatte es aber direkt in sich: Nach einem perfekten Steilpass von Seferovic huschte Rebic zwischen Brooks und Langkamp davon. Frei vor dem lange abwartenden Jarstein scheiterte der Eintracht-Stürmer aber und verpasste so das 1:0 für die SGE. Auf der anderen Seite näherte sich dann noch Kalou mit einem Kopfball an (41.), ehe Schiedsrichter Sascha Stegemann nach einer äußerst niveauarmen ersten Halbzeit pünktlich abpfiff.

1. Bundesliga, 22. Spieltag

Berliner Tor mit kuriosem Beigeschmack

Turbulenter ging es dann in Abschnitt zwei zu - besonders aufgrund einer Szene, dem 1:0 der Berliner in Minute 52. Dabei lag vor allem für Referee Stegemann und sein Gespann eine extrem verzwickte Situation vor. Der Reihe nach: Nach einem Steilpass von Stark war zunächst Kalou vielleicht hauchzart im Abseits. Der Ivorer zog Richtung Tor, kam aber nach einem Einsteigen von Oczipka nicht zum Abschluss. Dafür setzte Ibisevic aus kurzer Distanz energisch nach und schob den Ball eiskalt an Torwart Hradecky und am im Weg liegenden Kalou vorbei links unten ins Tor.

Der Treffer zählte also, doch das hätte er nicht dürfen: Beim Abschluss von Ibisevic lag Kalou bekanntlich vor Torhüter Hradecky im Weg - und behinderte den Schlussmann somit leicht beim letztlich erfolgreichen Abschluss des Hertha-Kapitäns. Demnach läge eine Abseitsstellung vor. Außerdem: Kalou war deswegen vor Torwart Hradecky zu Fall gekommen, weil ihn Gegenspieler Oczipka zu Fall gebracht hatte. Letztlich wäre also wohl Elfmeter für Hertha die richtige Entscheidung gewesen. Alles in allem eine kuriose wie extrem schwer zu bewertende Situation.

Rot für Seferovic, Entscheidung durch Darida

Sah glatt Rot: Haris Seferovic.

Sah glatt Rot: Haris Seferovic. Getty Images

Eine Situation, die der SGE einen heftigen Nackenschlag verpasste, von dem sich die Kovac-Elf nicht mehr erholen konnte. Ganz im Gegenteil sogar: Seferovic leistete sich gegen Stark einen Armschlag, der glatt Rot und den insgesamt sechsten Saison-Platzverweis für die Hessen nach sich zog (78.). Außerdem sollte noch Darida nach einer herrlichen Mittelstädt-Flanke aufs finale 2:0 stellen (83.).

Letztlich ging der Dreier, der die Berliner weiterhin als heimstärkstes Bundesliga-Team auswies (neun Siege, ein Remis, eine Niederlage) in Ordnung. Für die Eintracht setzte es dagegen die dritte Pleite in Serie - jeweils gelang nicht einmal ein eigenes Tor.

Hertha BSC ist am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) beim Hamburger SV im Einsatz. Für Eintracht Frankfurt steht schon am Dienstag (18.30 Uhr) das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Zweitligist Bielefeld auf der Agenda, ehe es am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg ligatechnisch weitergeht.

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Bilder zur Partie Hertha BSC - Eintracht Frankfurt