Bundesliga 2016/17, 21. Spieltag
15:53 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
Mascarell
Frankfurt

15:55 - 26. Spielminute

Tor 0:1
Bregerie
Rechtsschuss
Vorbereitung Lezcano
Ingolstadt

16:03 - 34. Spielminute

Rote Karte
Abraham
Frankfurt

16:04 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Rebic
Frankfurt

16:14 - 45. Spielminute

Spielerwechsel
Hector
für Vallejo
Frankfurt

16:44 - 56. Spielminute

Foulelfmeter
Hasebe
verschossen
Frankfurt

16:49 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Roger
für Tisserand
Ingolstadt

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
D. Blum
für Barkok
Frankfurt

16:56 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Hector
Frankfurt

16:57 - 69. Spielminute

Tor 0:2
P. Groß
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Leckie
Ingolstadt

17:06 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Chandler
Frankfurt

17:09 - 81. Spielminute

Rote Karte
Leckie
Ingolstadt

17:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Tawatha
für Meier
Frankfurt

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Hinterseer
für Lezcano
Ingolstadt

17:21 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Kittel
für Cohen
Ingolstadt

SGE

FCI

Viele strittige Szenen für Referee Winkmann in Frankfurt

Wahnsinn! Zweimal Rot, zwei Elfmeter - FCI siegt

Pascal Groß

Ließ Keeper Hradecky vom Punkt keine Chance: Ingolstadts Pascal Groß. imago

Frankfurts Trainer Niko Kovac nahm gegenüber dem 0:3 bei Bayer Leverkusen drei Änderungen vor. Abraham kehrte nach Zerrung zurück, zudem durften Rebic und Seferovic von Beginn an ran. Gacinovic fehlte gesperrt (5. Gelbe Karte), Hector und Hrgota rotierten auf die Ersatzbank. Kovac stellte auf Viererkette um, Hasebe rückte wieder ins Mittelfeld.

Sein Ingolstädter Kollege Maik Walpurgis entschied sich nach der 0:2-Heimniederlage gegen Bayern zu keiner Umstellung, er vertraute derselben Startformation.

Von Beginn an suchten die Gäste selbstbewusst den Weg nach vorne, sie traten kompakt auf und ließen die Eintracht nicht zur Entfaltung kommen. Stattdessen kam der FCI selbst zum Abschluss, Leckie bekam bei einem Kopfball nicht genug Druck hinter das Leder (3.). Frankfurt sammelte sich kurz und kam auch zur ersten Chance: Rebic köpfte freistehend vorbei (5.).

1. Bundesliga, 21. Spieltag

Selbstbewusste Schanzer - Meier verpasst

Die Anfangsphase ging trotz der Rebic-Möglichkeit an die Oberbayern, der FCI legte einen couragierten Auftritt hin: Lezcano (7.) und Suttner (10.) verzogen. Nach 20 Minuten spiegelten die 58 Prozent Ballbesitz für die Gäste das Spielgeschehen gut wider, die Eintracht kam mit der massiven Defensive der Ingolstädter nicht zurecht. Doch nach einem Ballverlust der Walpurgis-Elf bot sich der Eintracht plötzlich Platz zum Kontern, Rebic war halblinks auf und davon. Der Flügelmann passte scharf ins Zentrum, wo Meier grätschend angerauscht kam und das Leder knapp verpasste (24.).

Zwei Minuten später belohnte sich der FCI für seine bisherige Darbietung: Groß brachte eine Ecke in die Mitte, Lezcano verlängerte zum zweiten Pfosten, wo Bregerie Abraham entwischte. Der Verteidiger ließ Keeper Hradecky keine Chance und traf aus kurzer Distanz zu seinem ersten Bundesligator - bitter für die Hausherren: Den Eckball vor dem Treffer hätte es nicht geben dürfen, Tisserand war als letztes am Ball - Abstoß SGE wäre die richtige Entscheidung gewesen.

Abraham muss runter

Eine passende Antwort der Hessen blieb aus - im Gegenteil, es kam noch schlimmer: Lezcano schirmte am Strafraumrand gegen Hasebe das Leder ab, Abraham ging mit gestrecktem Bein zum Ball, traf jedoch nur den Ingolstädter Stürmer am Bauch. Referee Winkmann schickte den Frankfurter Abwehrspieler mit Rot in die Kabine (34.) - trotz Frankfurter Protestes eine vertretbare Entscheidung. Den fälligen Freistoß von Groß parierte Hradecky (37.).

In den letzten Minuten des ersten Durchgangs bestimmte Hektik die Begegnung, viele Fouls und Unterbrechungen bremsten einen Spielfluss. Wenige Augenblicke vor dem Seitenwechsel der nächste Rückschlag für Frankfurt: Vallejo fasste sich an den rechten hinteren Oberschenkel und musste raus (45.) - damit brach der Eintracht ein weiterer Innenverteidiger weg.

Wieder ist Winkmann gefordert

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts versteckte sich der FCI keineswegs, Lezcano scheiterte in aussichtsreicher Position an Hradecky - der Angreifer blieb trotz eines Schubsers von Hector auf den Beinen und suchte den Abschluss. Glück für die SGE, denn hätte sich der Stürmer fallen lassen, wäre ein Strafstoß folgerichtig gewesen (48.). Den gab es dann auf der Gegenseite: Nach einem Fehler von Tisserand kam Hansen aus seinem Tor und ging gemeinsam mit Rebic zum Leder. Der Torwart war zuerst an der Kugel, er hatte den Ball allerdings nicht sicher und räumte anschließend Rebic ab - eine knifflige, aber vertretbare Entscheidung.

David Abraham

Traf nicht den Ball, sondern nur Gegenspieler Lezcano - und flog vom Platz: Frankfurts David Abraham. imago

Passend zum bisherigen Frankfurter Auftritt: Hasebe scheiterte zunächst an Hansen, er bekam jedoch einen zweiten Versuch und musste die Kugel nur noch ins leere Tor schieben. Doch der Ex-Nürnberger nagelte das Leder an die Latte (56.). Aus dem Spiel heraus fiel der Eintracht weiterhin wenig ein, die Gäste agierten zielstrebiger - und es wurde erneut diskutiert: Zunächst blockte Leckie Hasebe, der Japaner blieb einfach stehen und reklamierte. Leckie machte weiter und drang in den Strafraum ein, Hector brachte ihn auf der Linie zu Fall - Winkmann zeigte folgerichtig auf den Punkt. Groß trat an und machte es besser als Hasebe - 2:0 für Ingolstadt (69.).

Ingolstadt schafft numerische Gleichheit

In der Folge hatten die Schanzer alles im Griff und ließen gekonnt Zeit von der Uhr laufen. Die Gastgeber versuchten verzweifelt, die Hintermannschaft der Gäste zu knacken, Suttner klärte einen Seferovic-Kopfball kurz vor der Linie (79.). Kurz danach hieß es nach Platzverweisen 1:1 - wie in der ersten Hälfte Abraham, ging nun Leckie mit hohem Bein zum Ball und traf nur den Gegenspieler Oczipka, Winkmann zückte die Rote Karte (81.). In der 88. Minute war der Schiedsrichter erneut gefordert, Tawatha kam im Zweikampf mit Hadergjonaj im Strafraum zu Fall, Winkmann ließ weiterlaufen. Im Anschluss warf Frankfurt nochmal alles nach vorne, doch es sollte an diesem Tag nicht mehr mit einem Treffer klappen, sodass es beim 2:0-Sieg für Ingolstadt blieb.

Die Frankfurter Eintracht muss am 22. Spieltag am Samstag (18.30 Uhr) bei der Berliner Hertha ran, einen Tag später (15.30 Uhr) hat Ingolstadt die Borussia aus Mönchengladbach zu Gast.

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Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt 04