Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 32. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Marco Bode Mittelfeld

1,5
Spielnote

4
Tore und Karten

0:1 M. Bode (18', Trares)

Schalke

Lehmann 2,5 - de Kock 5, Linke 3,5 , Thon 3,5 - Eigenrauch 4,5 , Nemec 4, van Hoogdalem 5 , Büskens 3,5 , Wilmots 4,5 - Goossens 4, Eijkelkamp 5

Bremen

Reck 2 - Trares 2, Ramzy 2,5, Todt 3 - D. Frey 3,5 , Kunz 4,5 , Skripnik 3,5 , Wicky 3 , Eilts 2,5 - M. Bode 1,5 , Labbadia 4,5

Schiedsrichter-Team

Winfried Buchhart Schrobenhausen

4
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

43.733

Schalkes Trainer Stevens brachte Nemec für Latal. Eigenrauch rückte auf die rechte Seite, Nemec ins defensive Mittelfeld, Wilmots wurde wieder vor das Mittelfeld gezogen. Bei Werder kamen Skripnik auf der linken Außenbahn (für Frings), Frey, der sich speziell um Wilmots kümmerte (für Brand) und der wiedergenesene Bode (für Flo) neu ins Team. Trainer Sidka verzichtete im Mittelfeld auf die offensivstarken Herzog und Maximow, sperrte statt dessen den eigenen Strafraum ab. Die Schalker fanden gegen die Bremer Abwehrwand in der ersten Hälfte überhaupt kein Mittel. Weder setzten sie sich im Mittelfeld in den direkten Duellen (Wilmots zog gegen Frey genau so den kürzeren wie Nemec gegen Eilts und Van Hoogdalem gegen Wicky) durch, noch konnten sie auf den Außenbahnen Druck erzeugen (Büskens war auf links aber auffälliger als der diesmal schwache Eigenrauch auf rechts), noch behaupteten sie in der Spitze die Bälle. Eijkelkamp kam mit seiner langen Übersetzung auf dem regennassen, glitschigen Boden überhaupt nicht zurecht, Goossens war selten torgefährlich. Die Bremer konnten sich auf dreierlei verlassen: Ihre Kopfballstärke, die Schalke auch bei den sonst so gefährlichen Standardsituationen keine Freiheiten gestattete, das aggressive Zweikampfverhalten, das Werder ein deutliches Plus in der Zweikampfbilanz bescherte, und auf Marco Bode - der Stürmer nutzte nicht nur Schalkes Unachtsamkeit in der 18. Minute, als De Kock mal wieder den Kontakt zum Bremer verloren hatte, und Linkes Eingreifen zu spät kam, zum Siegtor. Bode half zudem in der zweiten Hälfte effektiv in der Defensive aus, gewann nahezu alle Zweikämpfe. Schalke wurde erst in der Schlußviertelstunde druckvoller. Die Einwechslungen von Latal und vor allem Held brachten Schwung in die Aktionen der Gäste. Allerdings trat in dieser Phase auch wieder das größte Manko der Gelsenkirchener zutage: Vor dem gegnerischen Tor sind sie nicht clever genug. Diesmal versiebten Latal und De Kock die besten Chancen. Außerdem stand mit Reck ein souveräner Torhüter im Bremer Kasten, der reaktionsschnell und ruhig die wenigen Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Reck ließ sich auch nicht nervös machen, als seine Gegenüber Lehmann schon acht Minuten vor dem Ende der Partie im Werder- Strafraum auftauchte. Fazit: Insgesamt ein verdienter Werder-Sieg. Schalke schrammte in der Schlußphase aufgrund der Abschlußschwäche an einem Remis vorbei.