DFB-Pokal 2012/13, 2. Runde
21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
M. Hanke
für de Camargo
Gladbach

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
G. Xhaka
für Marx
Gladbach

22:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Rafael
für Schahin
Düsseldorf

22:11 - 84. Spielminute

Foulelfmeter
Langeneke
verschossen
Düsseldorf

22:12 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Mlapa
für Herrmann
Gladbach

22:24 - 91. Spielminute

Spielerwechsel
Garbuschewski
für Lambertz
Düsseldorf

22:31 - 97. Spielminute

Tor 1:0
Rafael
Rechtsschuss
Vorbereitung Kruse
Düsseldorf

22:35 - 102. Spielminute

Spielerwechsel
Ilsö
für Kruse
Düsseldorf

F95

BMG

Giefer hält Düsseldorf im Spiel - Langeneke verschießt Elfmeter

Joker Rafael sticht in der Verlängerung

Filip Daems & Oliver Fink

Derby im Pokal: Gladbach und Düsseldorf (hier: Filip Daems und Oliver Fink) im Zweikampf. Getty Images

Fortunas Coach Norbert Meier sah nach der 1:4-Pleite gegen Wolfsburg nur Grund für eine personelle Veränderung: Voronin wurde ganz aus dem Kader gestrichen. Dafür durfte Bellingshausen von Beginn an ran. Borussen-Trainer Lucien Favre vertraute derselben Startelf, die am Wochenende mit 3:2 in Hannover gesiegt hatte .

Gladbach wirbelt - Giefer rettet

Nach einem fahrigen Beginn bekamen die Gäste die Partie mehr und mehr unter Kontrolle und näherten sich dem Tor durch Standards an. Arango trat immer wieder gefährliche Ecken von links. Erst rettete Torwart Giefer (4.), dann stand van den Bergh bei einem Dominguez-Schuss aus kurzer Distanz genau richtig und klärte auf der Linie (5.). Diese Anfangsoffensive gab den Fohlen Selbstvertrauen, sodass die Borussen die Spielkontrolle übernahmen. De Camargo hatte den nächsten Hochkaräter auf dem Fuß, schloss nach einem klasse Steilpass von Herrmann aber überhastet ab und zielte frei vor Giefer am Kasten vorbei (10.).

Die Fortuna konnte dagegen kaum offensive Akzente setzen und kam nur selten über die Mittellinie. Meistens ging es über den linken Flügel. Bei Flanken und langen Bällen war Torwart ter Stegen aber aufmerksam und sicher. So konnte Gladbach weiter Druck aufbauen und auch Torchancen herausspielen. Marx' Distanzschuss entschärfte Giefer mit den Fäusten (16.), bei Herrmanns Alleingang machte der F95-Schlussmann geschickt den Winkel zu und rettete so für seine geschlagene Abwehr (21.).

Mit fortschreitender Spieldauer ließen sich die Fohlen aber von ihrer eigenen Dominanz einlullen und die Zügel schleifen. Düsseldorf nahm das dankend an, generierte Sicherheit durch Ballbesitz und leitete dann immer wieder blitzartige Angriffe über die schnelle Flügelachse Kruse/Bellinghausen ein. Die erste Möglichkeit hatte Kapitän Lambertz, dessen Direktabnahme aus etwa zwölf Metern aber über das Tor flog (35.). Wenig später musste ter Stegen gegen Kruse (42.) und Bellinghausen (44.) retten. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit hatte dann noch einmal Gladbach: Nach einem Konter stand Arango frei vor Giefer, doch der Torwart blieb erneut Sieger (45.).

Langeneke nimmt Arangos Geschenk nicht an

Die 2. Runde

Nach dem Seitenwechsel machte die Fortuna einen quirligeren Eindruck und kam mit Vollgas aus der Kabine. Immer wieder suchten die Düsseldorfer Sturmtank Schahin mit Flanken. Ter Stegen beherrschte aber seinen Strafraum gut, strahlte Sicherheit aus und fing sämtliche Hereingaben ab. Gladbach war in der zweiten Hälfte zunächst nicht wiederzuerkennen. Die Borussen zeigten keinerlei Esprit im Spiel nach vorne und verloren den Faden.

Im weiteren Verlauf nahm das Tempo deutlich ab. Das Geschehen fand abgesehen von ein paar harmlosen F95-Distanzschüssen ausschließlich im Mittelfeld und fernab der Strafräume statt. Trotz Derby-Charakter verhielten sich beide Teams absolut fair in den Zweikämpfen. So plätscherte das Spiel über weite Strecken des zweiten Durchgangs vor sich hin.

Favre musste reagieren und tat dies mit einem Doppelwechsel (72.). Xhaka sollte für mehr Kreativität und offensive Impulse sorgen, Hanke mehr Gefahr im Sturm ausstrahlen. Nun war Gladbach wieder präsenter, orientierte sich mehr und mehr nach vorne und baute wieder Druck auf. Dabei blieben die Gäste jedoch ohne Durchschlagskraft und konnten Giefer nicht weiter fordern.

In den Schlussminuten bekam Düsseldorf dann ein Geschenk überreicht: In einem Zweikampf an der Strafraumgrenze rutschte Arango aus und räumte so Kruse ab (83.). Schiedsrichter Knut Kircher entschied sofort auf Strafstoß. Langeneke trat als sicherer Elfmeterschütze an, doch bei der Ausführung versagten dem Routinier die Nerven. Ter Stegen hielt seinen Flachschuss sogar fest (84.). So ging es in die Verlängerung.

Stranzl trifft den eigenen Pfosten - Joker Rafael sticht

Die Verlängerung startete mit einem Paukenschlag. Levels flankte von rechts nach innen, wo Stranzl den Ball an den eigenen Pfosten lenkte (91.). Nach diesem Schreck waren beide Mannschaften auf Sicherheit bedacht, belauerten sich im Mittelfeld und wollten das Risiko eines Offensivvorstoßes nicht eingehen. Dann wagte sich Kruse mit einem energischen Dribbling nach vorne und servierte den eingewechselten Rafael den Ball an die Strafraumgrenze. Der Deutsch-Angolaner ließ Brouwers aussteigen und traf aus zwölf Metern ins lange Eck zum 1:0 (97.).

In der Folge blieb das große Aufbäumen der Borussen vorerst aus. Die Fohlen drängten aber im zweiten Abschnitt der Verlängerung vehement auf den Ausgleich. Mlapas verdeckten Schuss begrub Giefer allerdings unter sich (107.). Wenig später hatte Hanke den Torschrei nach einer Daems-Flanke schon auf den Lippen, doch seinen Kopfball aus fünf Metern kratzte Giefer noch aus dem Torwarteck (110.).

Nun rührte die Fortuna Beton an. Auch das nötige Glück hatten die Hausherren auf ihrer Seite: Erst holte van den Bergh Nordtveit im Sechzehner von den Beinen, doch der Elfmeterpfiff blieb aus (113.). Dann köpfte Stranzl nur Zentimeter am Pfosten vorbei (114.).

Für Düsseldorf geht es am Sonntag (15.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen in der Bundesliga weiter. Gladbach hat tags zuvor (Samstag, 15.30 Uhr) ein Heimspiel gegen den SC Freiburg.