Champions League Qualifikation 2012/13, Play-off

Hinspiel: 3:1

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 4:3

21:47 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Vukojevic
für Ninkovic
Dyn. Kiew

22:00 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Hrgota
für M. Hanke
Gladbach

22:05 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Ring
für Herrmann
Gladbach

22:06 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Vukojevic
Dyn. Kiew

22:10 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Brouwers
Gladbach

22:12 - 70. Spielminute

Tor 0:1
Khacheridi
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Arango
Gladbach

22:14 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
de Camargo
für L. de Jong
Gladbach

22:20 - 78. Spielminute

Tor 0:2
Arango
Kopfball
Vorbereitung Ring
Gladbach

22:30 - 88. Spielminute

Tor 1:2
Ideye
Rechtsschuss
Vorbereitung Garmash
Dyn. Kiew

22:34 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Ruben
für Ideye
Dyn. Kiew

KIW

BMG

Borussia Mönchengladbach spielt in der Europa League

Arango macht's, doch das Wunder bleibt aus

Stranzl (li.) gegen Ideye

Wird in der Champions League dabei sein: Ideye schaltete mit Dynamo Kiew die Gladbacher aus. picture alliance

Kiews Coach Yuri Semin tauschte im Vergleich zum 3:1-Hinspielsieg auf zwei Positionen: Der zuletzt für drei Spiele gesperrte Nationalverteidiger Khacheridi kehrte zurück und ersetzte Mikhalik. Außerdem spielte Kapitän Gusyev anstelle von Kranjcar (Bank).

Gladbachs Trainer Lucien Favre brachte derweil Brouwers, Herrmann und Hanke für Alvaro Dominguez, Ring und de Camargo. Mit Ausnahme von Herrmann, der anstelle von Ring auf dem rechten Flügel auflief, traten die Rheinländer mit derselben Formation wie beim 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim an.

Im stimmungsvollen und fast ausverkauften Olympia-Stadion zu Kiew wäre beiden Mannschaften fast ein Blitzstart gelungen: Zuerst vergab Herrmann nach Traumpass von Arango (2.), dann zögerte auf der Gegenseite Ideye im Eins-gegen-eins gegen ter Stegen zu lange mit dem Abschluss (4.). Sowohl den Borussen als auch den Ukrainern blieb demnach ein frühes Erfolgserlebnis verwehrt. Das hatte zur Folge, dass beide Mannschaften ihre jeweilige ursprünglich geplante Taktik nicht verändern mussten.

Champions League Play-Offs, Rückspiele

Die Gladbacher störten früh und wollten Dynamo mit aggressivem Pressing zu Ballverlusten zwingen. Die Kiewer, die ihrerseits mit acht oder gar neun Mann in der eigenen Hälfte einen dichten Abwehrverbund aufbauten, taten sich damit schwer und konnten kaum eigene Angriffe entscheidend zu Ende spielen. Hinten ließen sich die Hausherren aber kaum düpieren und hielten Gefahr weitgehend vom eigenen Kasten fern - Hanke (13.), Herrmann (22.) und de Jong (35.) sorgten dann aber doch für einen erhöhten Herzschlag bei Kiews Trainer Semin.

Weil die Favre-Schützlinge jedoch kein Abschlussglück hatten, änderte sich am Resultat nichts – und die Uhr lief weiter gnadenlos herunter. Auch wenn Dynamo keine echten Torchancen hatte, so strahlten die Kiewer dennoch stets Gefahr aus. Die schnellen Yarmolenko und Ideye hatten im Ansatz immer mal wieder gute Gelegenheiten, kamen allerdings nicht zum Abschluss. Primär waren die Ukrainer aber auch nicht aufs Torschießen aus, auf der Defensive lag das Hauptaugenmerk der Semin-Elf, die sich diesbezüglich keine Blöße mehr gab und das 0:0 routiniert in die Pause schaukelte.

Khacheridi und Arango bringen so richtig Spannung ins Spiel

Gladbachs Brouwers gegen Yarmolenko (re.)

Kopf an Kopf: Gladbachs Brouwers gegen Yarmolenko (re.). picture alliance

Nach dem Seitenwechsel verstärkte Semin nochmals seine Defensive und brachte den gelernten Sechser Vukojevic für den eher offensiv ausgerichteten Ninkovic. Die erste Chance in den zweiten 45 Minuten hatten trotzdem die Kiewer - Yarmolenkos Schuss ging drüber (47.). Auf der Gegenseite konnte Herrmann von einem Fehler von Koval, der einen haltbaren Fernschuss nach vorne prallen ließ, nicht profitieren (53.). Das war dann aber zunächst alles von den "Fohlen", die klare Schwächen beim finalen Pass offenbarten und deshalb kaum Durchschlagskraft entwickelten.

Favre brachte mit Hrgota, der sein internationales Debüt feierte, und Ring frische Offensivspieler, die aber nicht für die Führung der Gladbacher sorgten. Vielmehr trug die Verantwortung dafür Khacheridi, dem in der 70. Minute ein bitteres Eigentor unterlief. Beim Bundesligisten keimte neue Hoffnung auf, die in der 78. Minute noch größer wurde: Arango stand bei einer Ecke goldrichtig und besorgte per Kopf das 2:0. Ein Tor fehlte noch, um das Wunder zu schaffen. Und die Borussen warfen nun alles nach vorne, während die Hausherren mächtig wackelten, aber nicht fielen und nach einem Konter über Ideye, der per schönem Lupfer erfolgreich war, den Anschluss schafften (88.).

Das machte jedoch nichts, denn ein drittes Tor der Gladbacher hätte zumindest für die Verlängerung gereicht. Und die Chance dazu hatten die Borussen: Ring war nach Khacheridis missglückter Kopfballabwehr allerdings zu überrascht, vergab in der Schlussminute und besiegelte damit zugleich das Champions-League-Aus der Rheinländer.

Auf Dynamo Kiew wartet am kommenden Sonntag in der heimischen Liga ein ganz schwerer Brocken - es geht in die Bergbaustadt Donezk zum Duell mit Schachtar. Tags zuvor ist Borussia Mönchengladbach bei Fortuna Düsseldorf gefordert (18.30 Uhr). Die Auslosung für die Champions-League-Gruppenphase findet bereits am Donnerstag statt (LIVE! ab 18 Uhr bei kicker online), die Europa League wird am Freitag ermittelt (LIVE! ab 13 Uhr bei kicker online).

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Zunge zeigen, Jubelarien und Fehlschüsse