Bundesliga 2012/13, 29. Spieltag
15:43 - 12. Spielminute

Spielerwechsel
G. Xhaka
für Nordtveit
Gladbach

15:59 - 28. Spielminute

Tor 1:0
Alvaro Dominguez
Eigentor, Kopfball
Stuttgart

16:04 - 34. Spielminute

Tor 2:0
Gentner
Rechtsschuss
Stuttgart

16:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
M. Hanke
für L. de Jong
Gladbach

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Okazaki
für Harnik
Stuttgart

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Mlapa
für Marx
Gladbach

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Macheda
für Ibisevic
Stuttgart

17:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Kvist
für Boka
Stuttgart

VFB

BMG

Erster Heimdreier des VfB in 2013 - Nordtveit verletzt

Gentner lupft Stuttgart ins Glück

Alvaro Dominguez (2.v.li.) fälscht den Ball ins eigene Tor ab

Gleich klingelt's: Alvaro Dominguez (2.v.li.) fälscht den Ball ins eigene Tor ab. picture alliance

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia hatten beim 0:0 in Hannover die gesperrten Harnik (5. Gelbe) und Niedermeier (Gelb-Rot) gefehlt, beide kehrten nun wieder in die Startelf zurück. Dafür musste Kapitän Tasci mit Achillessehnenproblemen passen, während Okazaki mit der Bank vorliebnehmen musste. Auf der Gegenseite beließ es Mönchengladbachs Coach Lucien Favre nach dem 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth bei einem Wechsel: Cigerci erhielt den Vorzug vor Younes.

Die Anfangsphase gehörte zweifellos den Gästen, die zu Beginn die aktivere Mannschaft stellten und gegen passive Schwaben rasch zu optischen Vorteilen kamen. Zu klaren Torchancen kam die Fohlenelf allerdings nicht und musste zudem früh wechseln: Niedermeier und Nordtveit waren bei einer Ecke unglücklich mit den Köpfen zusammengerauscht, was schmerzhafte Folgen für den Norweger hatte. Nordtveit musste mit Nasenbeinbruch gegen Xhaka ausgewechselt werden (12.).

Der 29. Spieltag

Dass der Schweizer beim Stand von 0:0 eingewechselt wurde, hatte die Borussia ausschließlich ter Stegen zu verdanken. Dieser hatte nach elf Minuten sein gesamtes Können ausgepackt und mit einem Riesenreflex Harniks wuchtigen Kopfball aus zentraler Position stark pariert. Die Partie wurde danach immer offener, beide Teams spielten mit Offensivdrang, klare Torraumszenen blieben dennoch rar. Mit Ausnahme von Cigercis Direktabnahme, die aus 16 Metern haarscharf am rechten Pfosten vorbeisauste (17.), blieb es in den Strafräumen lange Zeit weitgehend ruhig.

Schließlich sorgte ein ruhender Ball für das erste Tor. Nachdem Herrmann Molinaro an der linken Außenbahn gefoult hatte, brachte Maxim die folgende Freistoßflanke mit Schnitt in die Mitte. Dort wurde es kurios, denn zuerst fälschte de Jong den Ball per Kopf ab, ehe Alvaro Dominguez das Leder ebenfalls mit dem Kopf ungewollt ins eigene Tor lenkte (28.). Etwas später lief es erneut unglücklich für die Borussen: Jantschke verließ sich auf ter Stegen, der gegen den nachsetzenden Gentner zu spät dran war. Der VfB-Kapitän bedankte sich und traf mit einem sehenswerten Heber ins lange Eck aus spitzem Winkel - 2:0 (34.). Diesen Doppelschlag mussten die Gladbacher erst einmal wegstecken, was ihnen bis zur Pause nicht gelang.

Brouwers kann das 0:2 nicht mehr verhindern

Zu spät: Brouwers kann das 0:2 nicht mehr verhindern. picture alliance

Fahrige Gladbacher erleichtern Stuttgart das Leben ungemein

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es aus Sicht der Borussen nicht wirklich besser. Zwar hatten die Gladbacher weiterhin mehr Ballbesitz, spielten teilweise aber viel zu fahrig und erlaubten sich zudem viel zu viele Fehlpässe. Das erleichterte den Schwaben das Leben ungemein, die mit Ausnahme von de Jongs Schrägschuss, den Ulreich nach 48 Minuten parierte, nicht in Gefahr gerieten und zudem ihrerseits über Standards und Konter immer wieder Nadelstiche setzten - Ibisevic (55.), Traoré (57.), Harnik (59.) und Maxim (66.) ließen teils gute Möglichkeiten ungenutzt.

Favre griff ein und wechselte offensiv: Hanke (70., für de Jong) und Mlapa (74., für Marx) sollten das Angriffsspiel der Gladbacher beleben. Und die Gäste erhöhten auch den Druck, kamen aber trotzdem nicht zu klaren Abschlüssen. Besser machte es da schon der VfB, für den der eingewechselten Okazaki (76.) sowie Traoré (79.) die Vorentscheidung verpassten. Nachtrauern mussten die Hausherren den liegen gelassenen Möglichkeiten nicht, da sie auch so gegen zum Ende hin völlig aufsteckende Gladbacher keine Mühe hatten, den Dreier unter Dach und Fach zu bringen.

Den VfB Stuttgart erwartet am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) das "Spiel des Jahres": Im DFB-Pokal-Halbfinale könnten die Schwaben gegen den SC Freiburg ins Endspiel einziehen und sich damit bei günstigem Verlauf bereits fürs internationale Geschäft qualifizieren. Dies wäre der Fall, wenn der FC Bayern tags zuvor den VfL Wolfsburg ausschaltet. In der Bundesliga trifft der VfB am darauffolgenden Sonntag (15.30 Uhr) dann erneut in der heimischen Mercedes-Benz-Arena auf den Sportclub aus Freiburg. Am Freitag (20.30 Uhr) empfängt die Fohlen-Elf den FC Augsburg.