Bundesliga 2012/13, 28. Spieltag
18:52 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Arslan
HSV

19:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Son
HSV

19:56 - 68. Spielminute

Tor 0:1
Schmid
Rechtsschuss
Vorbereitung Mujdza
Freiburg

19:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Kacar
für Skjelbred
HSV

19:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Badelj
für Arslan
HSV

20:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Makiadi
für Rosenthal
Freiburg

20:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Rajkovic
für Aogo
HSV

20:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Santini
für Kruse
Freiburg

20:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Guedé
für Schmid
Freiburg

HSV

SCF

Nächste Pleite für Hamburg - Freiburg nun Fünfter

Schmid stürzt Hamburg in die Krise

Hamburgs Aogo (vorne) im Duell mit Mujdza

Augen zu und durch: Hamburgs Aogo (vorne) im Duell mit Mujdza. picture alliance

HSV-Coach Thorsten Fink brachte nach dem historischen 2:9-Debakel in München drei Neue: Der wiedergenesene Mancienne ersetzte in der Innenverteidigung Bruma, während Jansen (nach Gelb-Sperre) und Arslan den Vorzug vor Badelj und Rincon (beide Bank) erhielten. Bemerkenswert: Fink setzte im Mittelfeld auf eine "Flache Vier" mit den eher offensiv ausgerichteten Arslan und van der Vaart im Zentrum. Freiburgs Übungsleiter Christian Streich sah indes nach dem 2:0 gegen Gladbach keinen Grund für personelle Änderungen.

"Es geht erstmal nur um Wiedergutmachung", hatte Schlussmann Adler im Vorfeld der Partie das Spiel gegen Freiburg zum Charaktertest erhoben. Der HSV begann auch engagiert. Die Hanseaten liefen viel, suchten die Zweikämpfe und erweckten den Anschein, als hätte sich im Vergleich zum ängstlichen Auftritt von München etwas getan.

Der 28. Spieltag

Das Problem dabei war, dass die Breisgauer mitspielten und ihrerseits die Kontrolle wollten. Der SC agierte dabei zunächst überlegter, leistete sich weniger Fehler und hatte nach sieben Minuten gewaltiges Pech, als binnen weniger Sekunden der Klang des Aluminiums gleich zweimal ertönte: Zuerst knallte Rosenthals Kopfball aus sechs Metern an die Latte, ehe Ginter aus 16 Metern nach Westermanns leichtsinnigem Ballverlust am linken Pfosten scheiterte. Kurz darauf erlaubte sich Arslan einen Stellungsfehler, der prompt in einer Halbchance für Rosenthal mündete - Adler verhinderte jedoch Schlimmeres (16.).

Kämpferisch stimmte der Einsatz der Hanseaten, die sich aber viel zu viele leichte Ballverluste erlaubten und teils sehr nervös agierten. Diese Nervosität legte der HSV nach rund 20 Minuten aber ab und kam auf einmal gegen verhaltene Breisgauer, die vorwiegend auf Konter lauerten, zur ersten dicken Möglichkeit: Krmas rettete jedoch mit viel Glück vor dem einschussbereiten Rudnevs (26.).

Leerlauf und viel fußballerische Magerkost in Hamburg

Freiburgs Schmid schaut zu, wie Westermann den Ball kontrolliert

Da schau her: Freiburgs Schmid schaut zu, wie Westermann den Ball kontrolliert. picture alliance

Ansonsten passierte aber nicht viel. Hamburg blieb bemüht, aber ohne echte Durchschlagskraft. Freiburg präsentierte sich prima organisiert, spielte die eigenen Konterchancen allerdings zu schlampig aus. Außerdem fehlte es der Begegnung insgesamt an Tempo, sodass die Partie lange Zeit ohne echte Höhepunkte weitgehend ereignislos vor sich hin plätscherte. Abwechslung kam erst kurz vor der Halbzeit wieder auf, als Kruses Flachschuss aus 16 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeiraste (41.). Mehr passierte in dem niveauarmen ersten Durchgang nicht mehr, sodass es logischerweise torlos in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas besser, zumindest spielten beide Teams trotz weiterhin beängstigend hoher Fehlpassquote nun konsequenter nach vorne. Erste gute Möglichkeiten ließen daher nicht lange auf sich warten: Rosenthal wurde am linken Fünfereck noch entscheidend von Adler irritiert (49.), während auf der Gegenseite Son nach sehenswerter Kombination freistehend aus sieben Metern hauchdünn verzog (52.). Danach kehrte allerdings wieder Ruhe ins weite Rund ein, beide Teams schienen ihr Pulver verschossen. Wenig Tempo, keine Ideen und zahlreiche Zweikämpfe im Mittelfeld führten dazu, dass Spielfluss nicht aufkam und den über 50.000 Zuschauern in Hamburg fußballerische Magerkost serviert wurde.

Fink wollte was tun, brachte Kacar für Skjelbred (68.) und musste kurz darauf eine bittere Pille schlucken. Obwohl mit Aogo und Jansen zwei gelernte Linksverteidiger auf dem Platz standen, war die linke Seite völlig verwaist, als Mujdza in den Sechzehner auf Schmid flankte, der freistehend aus kurzer Distanz die Breisgauer in Führung brachte (68.). Dann kam Badelj für den Gelb-Rot-gefährdeten Arslan, und der Kroate leistete sich gleich mal einen Riesenbock, als er den Ball an Rosenthal herschenkte (73.). Zum Glück für Badelj scheiterte der Freiburger daraufhin im Eins-gegen-Eins mit seinem Heber an Adler, sodass es letztlich beim knappen Rückstand blieb.

Die HSV-Fans hatten genug gesehen, Unmut machte sich breit, Pfiffe ertönten immer wieder und beim Bundesliga-Dino war die totale Verunsicherung ausgebrochen. Zwar bemühten sich die Hanseaten und näherten sich über Son (78.) sogar noch dem Ausgleich an, den cleveren und defensiv weitgehend stabilen Freiburgern konnte dieser nervöse HSV letztlich aber nicht mehr beikommen, auch weil Son (90.) und van der Vaart (90.+2) kein Abschlussglück hatten.

Der Hamburger SV ist am kommenden Spieltag erneut samstags gefordert, dann wird es ab 15.30 Uhr in Mainz ernst. Tags zuvor (20.30 Uhr) bekommen die Freiburger Besuch aus Hannover.