Bundesliga 2012/13, 28. Spieltag
16:42 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Kleine
für Mavraj
Fürth

16:51 - 66. Spielminute

Gelb-Rote Karte
M. Zimmermann
Fürth

16:58 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
G. Xhaka
für Marx
Gladbach

16:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Nehrig
für Djurdjic
Fürth

17:00 - 74. Spielminute

Tor 1:0
L. de Jong
Rechtsschuss
Vorbereitung Wendt
Gladbach

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
M. Hanke
für Younes
Gladbach

17:04 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Sobiech
Fürth

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Azemi
für Prib
Fürth

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Daems
für Herrmann
Gladbach

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Azemi
Fürth

BMG

FUE

Zimmermann sieht Gelb-Rot

De Jong steuert die Fohlen in Richtung Europa

Tony Jantschke & Nikola Djurdjic

Unangenehmer Gegner: Gladbachs Tony Jantschke (li.) tat sich gegen Fürths Nikola Djurdjic schwer. Getty Images

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre musste nach dem 0:2 beim SC Freiburg auf den Gelb-gesperrten Stranzl verzichten und stellte dafür Brouwers in die Innenverteidigung. Außerdem kehrte Arango (Pause nach Länderspielreise) für Daems in die Mannschaft zurück. Fürths Coach Frank Kramer reagierte auf die 2:3-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt mit drei personellen Wechseln: Klaus und Prib rückten für Pekovic und Nehrig in die Startelf. Außerdem wurde zwischen den Pfosten rotiert, Hesl kehrte für Grün ins Tor zurück.

Fürth mit Pressing, aber ohne Durchschlagskraft

Die SpVgg begann frech, attackierte die Borussen schon früh in der gegnerischen Hälfte und startete immer wieder Angriffe. Die Hausherren waren so erstmal in der Defensive gebunden und konnten kaum für Entlastung sorgen. Die Franken ließen dafür die Durchschlagskraft vermissen und kamen nur zu Halbchancen.

Erst nach einer Viertelstunde wurden die Franken dann zwingender: Sararer gab aus 17 Metern einen ersten Warnschuss ab (16.). Nach einem kurz ausgeführten Eckball packte Petsos einen Hammer aus der Distanz aus und scheiterte an ter Stegen, der die Kugel aus dem Winkel kratzte (17.). Auch bei Klaus' Schuss von der Strafraumkante brachte Gladbachs Torwart noch die Arme zwischen Ball und Tor (20.).

Die Fans im Borussia-Park wurden langsam unruhig, nachdem die Gäste die erste halbe Stunde klar dominierten. Vor allem das aggressive Pressing der Fürther schmeckte den Gladbachern überhaupt nicht. Arango, der normalerweise für die Impulse im Spiel der Fohlen sorgt, war komplett abgemeldet und wechselte daraufhin die Seite. So kam die Borussia nur zu Distanzschüssen durch Herrmann (26., 32., 37., 41.) und Arango (35.). Wirklich gefährlich wurde es aber nicht.

Torchancenflut nach dem Seitenwechsel

Der 28. Spieltag

Nach dem Seitenwechsel war die Partie völlig offen. Beide Teams klappten das Visier nach oben und lieferten sich einen Schlagabtausch. So entstanden Torchancen im Minutentakt: Fürth wurde mit Klaus (50.), Prib (53.) und Petsos (58.) gefährlich. Gladbach näherte sich mit Herrmann (49.), Younes (52.) und de Jong (53.) dem Tor an. Dabei fehlte es aber entweder an Präzision oder die Keeper ter Stegen und Hesl verhinderten Schlimmeres.

Gerade als sich die SpVgg wieder ein optisches Übergewicht erspielte, schwächten sich die Gäste selbst: Zimmermann, der nur fünf Minuten zuvor wegen eines taktischen Fouls Gelb gesehen hatte, grätschte im Mittelfeld unnötig gegen Nordtveit und holte sich die Ampelkarte ab (66.). Von einer Überzahl der Hausherren war zunächst nichts zu spüren, stattdessen setzten die Fürther Nadelstiche mit Kontern: Ter Stegen war bei Pribs Schuss schon geschlagen, doch Alvaro Dominguez rettete noch vor der Linie (69.).

De Jong markiert den Siegtreffer

Patrick Herrmann & Lasse Sobiech

Aktivposten im Spiel der Borussen: Patrick Herrmann (li.), gegen Fürths Lasse Sobiech. Getty Images

Diese Abschlussschwäche sollte sich rächen, denn die Borussen erhöhten die Schlagzahl, bauten Druck auf und belohnten sich schließlich selbst: Wendt empfing einen langen Pass auf dem linken Flügel. Hesl verließ ohne Not die Linie, um den Winkel zuzustellen. Wendt blieb aber ruhig, hob den Kopf und entdeckte de Jong, welchen er mit einer flachen Flanke bediente. Der Stürmer hielt den Fuß hin, 1:0 (74.)!

Die Franken gaben sich trotz der Unterzahl nicht geschlagen und starteten immer wieder schnelle Konterangriffe. Prib hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an ter Stegen (77.). Die Fohlen erkannten die Gefahr und ließen die Gäste fortan kaum mehr an den Ball kommen. Ein Kopfball von Joker Azemi rauschte noch knapp am Pfosten vorbei (90.+1), danach war Schluss.

Für Gladbach geht es am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart weiter. Fürth hat bereits einen Tag zuvor (Samstag, 15.30 Uhr) Borussia Dortmund zu Gast.