Bundesliga 2012/13, 10. Spieltag
15:48 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Holzhauser
Stuttgart

15:50 - 20. Spielminute

Spielerwechsel
Leitner
für Kehl
Dortmund

15:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Kvist
Stuttgart

16:44 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Schieber
für Großkreutz
Dortmund

16:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Kuzmanovic
für Holzhauser
Stuttgart

17:00 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Ibisevic
Stuttgart

17:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Perisic
für Reus
Dortmund

17:16 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Okazaki
für Traoré
Stuttgart

17:21 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Maza
für Ibisevic
Stuttgart

17:21 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Gentner
Stuttgart

BVB

VFB

Dem spektakulärem 4:4 folgt eine Nullnummer

Ulreich rettet gegen Hummels und Schieber

Arthur Boka flankt vor Kevin Großkreutz

Der Dortmunder Kevin Großkreutz versucht akrobatisch, Arthur Boka Flanke zu verhindern. Getty Images

BVB-Coach Jürgen Klopp tauschte im Vergleich zum 4:1-Pokal-Sieg bei Zweitligist VfR Aalen zweimal Personal aus: Kehl und Reus ersetzten Leitner und Perisic, die Startelf war dieselbe wie zuletzt beim 2:0-Sieg in der Liga in Freiburg.

VfB-Trainer Bruno Labbadia formierte seine Anfangsformation nach dem 3:0-Pokal-Erfolg über Zweitligist St. Pauli auf vier Positionen um: Sakai, Boka, Holzhauser und Harnik ersetzten Rüdiger, Molinaro, Hajnal und Okazaki.

Munterer Auftakt in Dortmunds ausverkauftem Fußballtempel. Beide Teams begannen offensiv, frühe Warnschüsse von Gentner (2.) und Gündogan (5.) waren die Folge. Temporeich ging's hin und her zwischen den Strafräumen. Der VfB wartete mit brandgefährlichen Aktionen von Gentner und Harnik auf (7.), auf der anderen Seite zischte Schmelzers Fernschuss hauchdünn links vorbei (10.). Die Anfangsphase ließ Erinnerungen an das 4:4 der letzten Saison aufkommen.

Die Borussia hatte den Schwaben viel Raum für ihre Attacken gegeben, ging die Sache in der Folge etwas vorsichtiger an und begann, die Partie mit langen Ballpassagen zu kontrollieren. Nach abgelaufener Anfangsviertelstunde kochten die Emotionen hoch, als Holzhausers Ellenbogen Kehl im Luftduell im Gesicht traf - mit Gelb war der Youngster sehr gut bedient (18.). Der Kapitän musste raus, Leitner kam (20.).

Sebastian Kehl muss verletzt raus

Verletzung unter dem Auge: Sebastian Kehl musste früh raus. Getty Images

Nach Kvists Gelber Karte wenig später verlor sich die Partie zunächst weiter in Hektik, was den Rhythmus hemmte, ehe die bis dahin spektakulärste Aktion folgen sollte: Schmelzers Eckball kam durch zu Hummels, der die Kugel volley aus drei Metern aufs Tor lenkte. Ulreichs Reflex beförderte das Leder an die Latte, und Boka rettete gegen den Kopfball des nachsetzenden Hummels auf der Linie (29.).

Bis zur Pause bestimmten die Westfalen auf teilweise rutschigem Geläuf das Geschehen, durften aber das Nadelstiche setzende Stuttgart nie aus den Augen verlieren (Harnik, 33., Traoré, 45.+1). Auf der Gegenseite fehlte dem überlegenen Meister gegen kompakt verteidigende Gäste die ganz klare Aktion, bei einigen Schusschancen auch der Blick für den freien Nebenmann (Lewandowski, 35., Götze, 37.).

Der 10. Spieltag

Ohne Personaltausch ging es nach Wiederanpfiff weiter. Der VfB eröffnete mit Ibisevics Hechtkopfball (48.), die Borussia mit dem ersten Akzent von Reus in dieser Partie überhaupt (50.). Gegen nach wie vor früh attackierende und sich gut verschiebende Schwaben tat sich der BVB schwer, in Schlagdistanz zu kommen. Klopp reagierte mit der Einwechslung des Ex-Stuttgarters Schieber für Großkreutz (56.).

Kaum im Spiel, hatte der Linksfuß schon die Führung auf dem Fuß: Ibisevics Hackentrick mündete in den Ballverlust. Und dann ging's schnell: Reus schickte Schieber halbrechts in den Sechzehner, der aber scheiterte aus zehn Metern an Ulreich (60.).

Die Borussia versuchte alles, drückte gegen kompakte Labbadia-Schützlinge, ließ es aber sowohl an Zielstrebigkeit als auch an Präzision fehlen und konnte keine zwingenden Gelegenheiten kreieren. Auf der anderen Seite wurden Stuttgarts Gegenangriffe seltener, blieben aber gefährlich. Ibisevics scheiterte nach explosivem Antritt an Weidenfeller (74.), Traoré kam gegen Piszczek einen Schritt zu spät (79.).

Auch in der Schlussphase fehlte Dortmund trotz Dauerdrucks die Klarheit in den Aktionen, und wiederholt auch das Glück: Lewandowski schoss aus der Drehung, von Tasci leicht abgefälscht landete der Ball nur an der Latte (88.).

Die Borussen machen am Dienstag (20.45 Uhr) einen Champions-League-Abstecher zu Real Madrid, ehe sie am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg aufschlagen. Die Stuttgarter sind am Donnerstag (19 Uhr) in der Europa League in Kopenhagen zu Gast. In der Bundesliga empfangen die Schwaben am Sonntag (17.30 Uhr) Hannover 96.