Bundesliga 2012/13, 1. Spieltag
21:26 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Tasci
Stuttgart

21:49 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Torun
für Hajnal
Stuttgart

22:07 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Cacau
für Traoré
Stuttgart

22:07 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Polak
für Knoche
Wolfsburg

22:11 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Vieirinha
für Dejagah
Wolfsburg

22:32 - 88. Spielminute

Foulelfmeter
Ibisevic
verschossen
Stuttgart

22:36 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Niedermeier
für Kvist
Stuttgart

22:34 - 90. Spielminute

Tor 0:1
Dost
Kopfball
Vorbereitung Vieirinha
Wolfsburg

22:36 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Kjaer
für Dost
Wolfsburg

VFB

WOB

Ibisevic scheitert vom Punkt und beim Nachschuss

Dost bestraft Stuttgarter Chancenverwertung

Ibrahima Traoré, Ricardo Rodriguez & Martin Harnik

Voller Einsatz: Wolfsburgs Ricardo Rodriguez wehrt sich mit allen Mitteln gegen Stuttgarts Ibrahima Traoré und Martin Harnik. Getty Images

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia wechselte nach dem 2:0-Heimsieg in der Europa-League-Qualifikation gegen Dynamo Moskau nur im linken offensiven Mittelfeld und schenkte Traoré das Vertrauen für Okazaki. Der an der Hand verletzte Kapitän Tasci (Mittelhandbruch) konnte auflaufen.

Wolfsburgs Coach Felix Magath nahm im Vergleich zum 5:0-Sieg im Pokal beim Verbandsligisten FC Schönberg drei Veränderungen vor: Torwart und Kapitän Benaglio ersetzte Hitz zwischen den Pfosten. Außerdem erhielt Knoche den Vorzug vor Träsch im defensiven Mittelfeld. Und Rechtsaußen Vierinha musste für Dejagah weichen.

Olic vergibt die beste Chance zur Führung

Beide Mannschaften verzichteten auf eine Abtastphase und wussten die jeweilige Verteidung schnell zu beschäftigen: Der VfB trat bevorzugt über Traoré in Erscheinung, der mit Tempodribblings Lücken riss. Von rechts schlugen die Schwaben viele Flanken, fanden dafür aber nur selten einen Abnehmer. Der VfL ließ die Kugel stattdessen am Boden und forcierte das Flügelspiel. Nach einer Flanke von rechts prüfte Diego Torwart Ulreich am langen Pfosten mit einem Kopfball. Dejagah stand für den Abstauber bereit, traf aus zehn Metern aber das leere Tor nicht (15.).

In der Folge rieben sich beide Teams im Mittelfeld in vielen Zweikämpfen auf. Tormöglichkeiten entsprangen daraus nur äußerst selten. Erst nach über einer halben Stunde hatten die Hausherren eine gute Idee und steckten für Ibisevic durch. VfL-Keeper Benaglio spielte aber exzellent mit und grätschte ihm dem Ball vom Fuß (34.). Im Gegenzug konterten die Wölfe über Dejagah, dessen Flanke perfekt auf Olic kam. Aber der Angreifer wuchtete das Spielgerät aus zehn Metern zentraler Position neben den Kasten und vergab so die beste Chance in der ersten Halbzeit (34.).

Bis zum Pausenpfiff begegneten sich beide Mannschaften weiter auf Augenhöhe. Die Niedersachsen entdeckten das Kontern für sich und blieben zudem nach Standards gefährlich. Die Schwaben büßten ein wenig an Tempo ein und lauerten auf Vertikalpässe in die Tiefe. Unter dem Strich ließen sich daraus aber zu wenige Chancen ableitern. So ging es torlos in die Kabinen.

Torun und Cacau bringen neuen Schwung

Der 1. Spieltag

Labbadia reagierte zur Pause und brachte mit Torun einen frischen Spieler für die Position hinter den Spitzen (46.). Der Joker wirbelte die VfL-Defensive in den ersten Minuten ein wenig durcheinander, dann hatten sich die Gäste auf den neuen Mann eingestellt. Doch auch Torun konnte Sturmtank Ibisevic nicht mit Bällen füttern. Auch Wolfsburgs Stoßangreifer Dost hing wie sein Gegenüber fast komplett in der Luft.

Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Wölfe mutiger als die Hausherren und spielten immer wieder nach vorne. Die Schwaben wurden durch aggressives Pressing schon früh beim Spielaufbau gestört. Daraus resultierten viele Fehlpässe und Ballverluste im Mittelfeld. Labaddia schickte mit Cacau (63.) einen frischen Stürmer aufs Feld und auch Magath erhoffte sich neue Impulse durch die Hereinnahme von Polak (63.) und Vierinha (67.).

Diese Wechsel schlugen sich im Spielverlauf sichtlich nieder: Die Drangperiode der Gäste schien zu enden. Nun gaben die Schwaben den Ton an. Cacau setzte ein Zeichen und scheiterte mit einem Schuss aus 20 Metern an Benaglio (73.). In der Schlussphase waren die Hausherren überlegen und drängten auf den ersten Treffer. Die beste Chance der zweiten Halbzeit verbuchte aber Wolfsburg: Diego nahm ein Zuspiel am linken Strafraumeck direkt ab und zwang Ulreich zu einer Glanztat (83.).

Der Wahnsinn in der Schlussphase

Bas Dost & Vieirinha

Abgehoben: Siegtorschütze Bas Dost (li.) jubelt mit dem Vorbereiter Vieirinha. Getty Images

Als sich die 48.280 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, brach der Wahnsinn los: Ibisevic scheiterte aus kurzer Distanz an Benaglio und wurde bei seinem Nachschuss von Pogatetz gefoult (87.). Schiedsrichter Tobias Welz zeigte auf den Punkt. Ibisevic übernahm selbst die Verantwortung und wurde zur tragischen Figur: Erst scheiterte der Stürmer an einer Benaglio-Parade, dann hatte er freie Bahn beim Nachschuss - setzte diesen aber aus fünf Metern freistehend drüber (88.).

Diese Fahrlässigkeit sollte postwendend bestraft werden: Vierinha flankte von rechts nach innen, wo Dost ungedeckt stand und aus sechs Metern zum 1:0 einnicken konnte (90.).

Der VfB muss bereits am Dienstag (18 Uhr) wieder ran und reist zum Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation zu Dynamo Moskau. In der Bundesliga geht es für die Stuttgarter dann nächste Woche Sonntag (17.30 Uhr) beim FC Bayern München weiter. Zwei Stunden zuvor (15.30 Uhr) hat der VfL Wolfsburg Heimrecht im Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96.

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Bayern startet souverän, auch Fortuna siegt