Weltmeisterschaft 2014, Vorrunde, 2. Spieltag
00:12 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Hasebe
Japan

00:34 - 35. Spielminute

Spielerwechsel
Gekas
für Mitroglou
Griechenland

00:37 - 38. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Katsouranis
Griechenland

00:41 - 41. Spielminute

Spielerwechsel
Karagounis
für Fetfatzidis
Griechenland

01:03 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Endo
für Hasebe
Japan

01:12 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Samaras
Griechenland

01:14 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Kagawa
für Osako
Japan

01:38 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Salpingidis
für P. Kone
Griechenland

01:46 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Torosidis
Griechenland

JPN

GR

Beide Teams noch mit Chancen auf das Achtelfinale

Japan bestraft Katsouranis' Platzverweis nicht

Konstantinos Katsouranis erwies seiner Mannschaft schon vor dem Seitenwechsel einen Bärendienst.

Konstantinos Katsouranis erwies seiner Mannschaft schon vor dem Seitenwechsel einen Bärendienst. Getty Images

Japans Nationaltrainer Alberto Zaccheroni schickte seine Elf genauso wie bei der 1:2-Niederlage gegen die Elfenbeinküste im 4-2-3-1 auf den Rasen. Personell bekamen Konno und Okubo den Vorzug vor Morishige und dem Ex-Dortmunder Kagawa, der sich mit einem Platz auf der Bank begnügen musste. Auch Griechenlands Coach Fernando Santos wechselte zwei Mal im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen Kolumbien . Fetfatzidis besetzte anstelle von Salpingidis den rechten Flügel, Mitroglou ersetzte den einstigen Bundesliga-Stürmer Gekas als zentralen Stürmer im 4-3-3-System.

Japan mit viel Ballbesitz, Griechen kontern

Für die Japaner war die Ausgangslage vor Beginn des zweiten Gruppenspiels etwas prekärer als für Hellas, denn bei einer Niederlage hätten die Asiaten keine mathematische Chance mehr auf das Achtelfinale gehabt. Dementsprechend ergriffen die "Samurai Blue" direkt nach dem Anpfiff die Flucht nach vorne. Yamaguchi feuerte einen ersten Schuss ab, wurde dabei aber geblockt (2.). Das japanische Spiel war auf Ballbesitz ausgerichtet, allein in der ersten Viertelstunde war die Zaccheroni-Elf zu 71 Prozent am Ball. Dazu versuchte sie durch viele Rochaden, gerade in der Offensive, Unruhe in die griechische Hintermannschaft zu bringen.

Der Europameister von 2004 legte seinen Fokus dagegen auf das Konterspiel und kam dadurch zu ersten Schussmöglichkeiten durch Mitroglou (4.) und Kone (11.). Initiiert wurden die Gelegenheiten auch durch die Zweikampfstärke der Griechen, die gerade in den ersten Minuten über 70 Prozent der Duelle für sich entschieden, und damit verbundenen Ballgewinnen.

Mit zunehmender Spieldauer im ersten Durchgang verstärkten sich die Eindrücke aus der Anfangsphase und Japan wurde noch überlegener. Zwei Mal binnen kürzester Zeit kam der Bald-Kölner Osako (19. und 21.) zum Abschluss. Dazu prüfte Honda mit einem gefühlvoll getretenen Freistoß Karnezis im Tor der Griechen (29.).

Bärendienst: Karagounis muss vor der Pause vom Feld

Gruppe C - 2. Spieltag

Anschließend ereilten Hellas gleich zwei negative Botschaften. Zunächst musste Mitroglou verletzt ausgewechselt werden und wurde durch Bundesliga-erprobten Gekas ersetzt (35.). Drei Minuten später musste dazu noch Kapitän Katsouranis die Segel streichen. Der 34-Jährige wurde zwei Tage vor seinem Geburtstag nach seinem zweiten Gelb-würdigen Foul (wohlgemerkt in des Gegners Hälfte) frühzeitig des Feldes verwiesen. Trainer Santos stellte daraufhin um, brachte den 37-jährigen Karagounis für Fefatzidis und musste zudem Erstaunliches feststellen: Denn nach der Dezimierung legten seine Schützlinge zu und verbuchten noch vor der Pause durch Torosidis zwei gute Chancen (40. und 45.).

Schlitzohr Samaras und Joker Kagawa

Die "Samurai Blue" begannen Durchgang zwei mit neuem Personal: Endo kam für den Gelb-verwarnten Nürnberger Hasebe (46.). Die Griechen starteten dagegen mit demselben Aufgebot, Trainer Santos hatte schließlich schon vor dem Halbzeitpfiff zwei Mal getauscht, dafür aber mit einer guten Portion an Schlitzohrigkeit: Schottland-Legionär Samaras probierte es mit einem Weitschuss direkt nach dem Anstoß, verfehlte aber das Tor. Ansonsten zog sich Hellas nun noch ein Stück weiter zurück und machte somit die Räume für Japan sehr eng. Wohl auch deshalb brachte Zaccheroni mit dem quirligen Kagawa (für Osako) eine neue Offensivkraft (57.).

Doch auch mit dem ManUnited-Profi wurde das Spiel Nippons zunächst noch nicht besser. Gemessen an der numerischen Überzahl fehlte es an Ideen, Tempo und Zielstrebigkeit. Eine große Chance hatte stattdessen Joker Gekas, der Japans Schlussmann Kawashima per Kopf prüfte (60.). Erst kurz darauf schaltete die Zaccheroni-Elf einen Gang nach oben und wurde zielstrebiger in ihren Aktionen: Okubo verzog nach Vorarbeit Uchidas (68.), ehe Letzterer beinahe einen Sokratis-Patzer in dessen Fünfer nutzte (71.).

In der Schlussphase versuchten es fast ausschließlich die Japaner, noch auf Sieg zu spielen. Doch das griechische Bollwerk hielt dem Druck stand. Die wenigen sich bietenden Konterchancen konnten die Griechen ebenfalls nicht nutzen (Holebas, 88.). So blieb es letzten Endes bei einem verdienten Unentschieden, da es Japan trotz langer Überzahl nicht schaffte, entscheidend vor das Tor von Hellas zu kommen.

Japan trifft im letzten Gruppenmatch am Dienstag (22 Uhr MESZ) in Cuiaba auf Kolumbien und muss darauf hoffen, dass Griechenland, das zeitgleich in Fortaleza gegen die Elfenbeinküste spielt, nicht verliert.

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Bilder zur Partie Japan - Griechenland