2. Bundesliga 2011/12, 34. Spieltag
14:01 - 30. Spielminute

Tor 1:0
Sobiech
Kopfball
Vorbereitung Funk
St. Pauli

14:03 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Proschwitz
Paderborn

14:07 - 36. Spielminute

Tor 2:0
Kruse
Linksschuss
Vorbereitung Ebbers
St. Pauli

14:34 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Funk
St. Pauli

14:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Brandy
für Meha
Paderborn

14:47 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Rupp
für Brückner
Paderborn

14:47 - 60. Spielminute

Tor 3:0
F. Bruns
Rechtsschuss
Vorbereitung Ebbers
St. Pauli

14:52 - 65. Spielminute

Tor 4:0
Volz
Rechtsschuss
St. Pauli

14:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Ke. Schindler
für F. Bruns
St. Pauli

15:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Naki
für Bartels
St. Pauli

15:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Schachten
für Rothenbach
St. Pauli

15:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Demme
für Kara
Paderborn

15:19 - 90. + 1 Spielminute

Tor 5:0
Naki
Rechtsschuss
Vorbereitung Ebbers
St. Pauli

STP

SCP

Max Kruse markiert gegen Namensvetter Lukas 13. Saisontor

Bruns macht nach Klasse-Kombination alles klar

Torschützen unter sich: Max Kruse (li.) und Lasse Sobiech

Torschützen unter sich: Max Kruse (li.) "verfolgt" Lasse Sobiech nach dessen Führungstreffer. Getty Images

St. Paulis Coach Andre Schubert brachte nach dem 0:1 in Dresden vier Neue: Für Zambrano, Schachten, Daube und Naki standen Sobiech, Rothenbach, Funk und Bruns in der Startformation.

Beim Gast aus Paderborn vertraute Trainer Roger Schmidt nach dem 1:0 gegen FSV Frankfurt exakt auf seine siegreiche Elf.

Am Millerntor erlebten die Fans vor ausverkauftem Haus eine ausgeglichene und temporeiche Anfangsphase. Beide Teams suchten zielstrebig den Weg vor das gegnerische Tor, verzeichneten erste Halbchancen durch Proschwitz (8.) und auf der anderen Seite durch Kruse (9.).

St. Pauli erarbeitete sich nach gut zehn Minuten leichte optische Vorteile. Es mangelte den Hamburgern aber trotz intensiver Bemühungen zunächst an der Präzision und an der Idee, um die kompakte Abwehrreihe der Ostwestfalen zu überlisten. Die Schmidt-Elf setzte auf Konter, kam aber zu zögerlich und dabei meist in Unterzahl über Ansätze nicht hinaus. Tor- und Strafraumszenen blieben so lange Zeit Fehlanzeige.

Bis zur 26. Minute, als Ebbers in zentraler Position nach einem der wenigen zu Ende gespielten Spielzüge von der Strafraumgrenze bei einer sehr guten Möglichkeit klar verzog. Die Struktur im Spiel der aggressiveren und zweikampfstärkeren Kiez-Kicker wurde nun immer besser, der Ball lief sicherer.

Mit Folgen für den SCP, der zunächst einen Stellungsfehler zur Führung nutzte: Funk brachte eine Ecke von links. In der Mitte rauschte die Kugel über Strohdiek hinweg und dahinter nickte Sobiech aus sieben Metern hoch ins rechte Eck ein (30.).

Die Gäste waren angeknockt, die leidenschaftlicheren Schubert-Schützlinge legten wenig später nach: Nach Tschauners Abschlag verlängerte Ebbers in den Lauf von Kruse, der halblinks enteilte. Der von Freiburg umworbene Linksfuß behielt frei vor seinem Namensvetter die Nerven und schob aus 13 Metern flach am SCP-Keeper vorbei links unten ein (36.).

Meha sendete für die Ostwestfalen kurz vor dem Kabinengang ein Lebenszeichen, als er bei der einzigen zwingenden Chance knapp verzog (44.).

Der 34. Spieltag

Es war Mehas letzte Aktion, nach Wiederanpfiff ersetzte Brandy den Albaner, Schmidt stellte auf ein 4-4-2 um. Paderborn griff nun früher an, versuchte, Druck aufzubauen. Die erste Gelegenheit aber hatte Bartels nach Wemmers Stellungsfehler auf der Gegenseite (54.).

Die Ostwestfalen mühten sich, blieben aber harmlos, auch weil die "Kiez-Kicker" defensiv souverän agierten und kaum etwas zuließen. Schmidt reagierte ein zweites Mal, brachte Rupp für Brückner (59.), doch nur eine Minute später machten die Hanseaten mit der besten Kombination des Spiels den Deckel drauf: Kruse passte zu zu Ebbers, und nach dessen direktem Diagonalpass schoss Bruns aus halbrechter Position aus 13 Metern ins linke untere Eck ein - 3:0!

Damit war frühzeitig alles klar, und Volz machte es unter gütiger Mithilfe von Strohdiek noch klarer: Nach einem weiten Pass von Funk kam SCP-Keeper Kruse aus dem Tor. Strohdiek wollte den Ball vor dem Strafraum wegschlagen, traf das Leder aber nicht richtig. Volz sagte danke und hob den Ball aus 22 Metern ins leere Tor (65.).

Danach passierte nicht mehr viel. Auf den Rängen lebte die Hoffnung, dass Duisburg in Düsseldorf nochmal zuschlägt - dort stand es seit der Pause 2:2. Am Ende aber vergeblich, die Fortuna hielt das Remis bis zum Schlusspfiff und geht in die Relegation gegen die Berliner Hertha. Einmal aber jubelten die heimischen Fans doch noch, als Joker Naki eine Ebbers-Hereingabe in der Nachspielzeit über die Linie drückte und den Schlusspunkt setzte.

Der erste Spieltag der Saison 2012/13 findet vom 3. bis 6. August statt, die erste Hauptrunde des DFB-Pokal vom 17. bis 20. August.