2. Bundesliga 2011/12, 13. Spieltag
18:38 - 37. Spielminute

Spielerwechsel
Savran
für Mosquera
Union

19:04 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Morena
für Gunesch
St. Pauli

19:22 - 63. Spielminute

Tor 0:1
Naki
Rechtsschuss
St. Pauli

19:32 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Zoundi
für Menz
Union

19:32 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Ede
für Parensen
Union

19:32 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Saglik
für Naki
St. Pauli

19:37 - 77. Spielminute

Tor 0:2
Thorandt
Rechtsschuss
Vorbereitung Daube
St. Pauli

19:42 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Ke. Schindler
für Bartels
St. Pauli

FCU

STP

Erste Heimpleite für Union nach fünf Siegen

Naki und Thorandt entscheiden Kult-Duell

Deniz Naki

St. Paulis Naki jubelt über sein Führungstor bei Union Berlin. Getty Images

Union Berlins Trainer Uwe Neuhaus konnte exakt auf jene elf Spieler zurückgreifen, die auch beim 1:1 in Aue begannen. Andre Schubert, Trainer des FC St. Pauli, hatte dagegen etliche Ausfälle zu beklagen und musste im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den FSV Frankfurt notgedrungen umstellen: Für Boll (Muskelfaserriss), Morena, Takyi und Schindler spielten Thorandt, Daube, Funk und Bruns.

18.432 Zuschauer im restlos ausverkauften Stadion "Alte Försterei" begrüßten die beiden Mannschaften mit einer tollen Stimmung. Und die Mannschaften hielten sich auch nicht lange mit Abtasten auf, sondern suchten von Beginn an den Weg Richtung gegnerisches Tor.

Die reifere Spielanlage präsentierte dabei St. Pauli. Nach ausgeglichener Anfangsphase konnten sich die Kiez-Kicker ein kleines optisches Übergewicht erspielen. Das Schubert-Team arbeitete gut gegen den Ball, kombinierte flott durch das Mittelfeld, doch im Angriff fehlte jegliche Durchschlagskraft.

Torchancen für St. Pauli blieben eigentlich Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte noch Bartels in der 8. Minute, doch der 24-Jährige schoss aus spitzem Winkel links am Tor vorbei.

Union Berlin besaß zwar weniger Ballbesitz, strahlte aber mehr Gefahr aus. Besonders der flinke Quiring auf der rechten Seite stellte die St.-Pauli-Abwehr vor einige Probleme. So in der 4. und der 30. Minute, als er jeweils seinem Gegenspieler entwischte, aber das St.-Pauli-Tor verfehlte. Ansonsten sorgte noch ein Zweikampf zwischen Mosquera und Thorandt für Aufregung, Schiedsrichter Tobias Stieler sah kein elfmeterreifes Foul (34.). Für Mosquera hatte die Situation dennoch Folgen, der 23-Jährige muss verletzungsbedingt gegen Savran ausgetauscht werden (37.). Vor den Toren passierte aber nichts mehr, mit dem 0:0 ging es in die Kabinen.

Naki und Thorandt schlagen zu

Den besseren Start in Hälfte zwei erwischte St. Pauli. Die Kiez-Kicker hatten gleich zwei gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Doch Glinker rettete gegen Kruse (47.) und Naki zielte in der 54. Minute nur ganz knapp am linken Pfosten vorbei.

Der 13. Spieltag

Neun Minuten später war es dann aber soweit. Kruse trieb den Ball durch das Mittelfeld und wurde kurz vor dem Strafraum von Karl attackiert. Etwas glücklich gelangte das Leder zu Naki. Dieser blieb ganz cool und überwand Glinker mit einem Schlenzer in das rechte Toreck.

Union Berlin war anschließend um eine Antwort bemüht. Allerdings stand St. Pauli sicher in der Defensive und ließ nur ganz wenig zu. Nur einmal herrscht Unordnung in der Hintermannschaft der Kiez-Kicker, und Stuff hätte dies fast ausgenutzt. Der Schuss des aufgerückten Verteidigers klatschte aber an den rechten Pfosten (70.).

Ansonsten hatte St. Pauli das Geschehen aber im Griff und hatte gegen eine nun gelockerte Union-Deckung sogar die besseren Chancen. in der 75. Minute verhinderte Glinker gegen den durchgebrochenen Bartels einen höheren Rückstand. 120 Sekunden später war aber auch der Berliner Keeper machtlos. Nach einem Daube-Eckball hielt Thorandt aus kurzer Distanz einfach mal den Fuß hin, Glinker brachte nicht mehr schnell genug die Beine zusammen - 2:0 (77.).

Markus Thorandt trifft

So einfach geht's: St. Paulis Thorandt (Mi.) kann aus kürzester Distanz einschießen. Getty Images

Die Partie war damit entschieden. St. Pauli hielt den Ball in den eigenen Reihen, störte Union Berlin früh und brachte den Sieg nach Hause. Die Eisernen waren zwar bemüht, konnten der Partie aber keine Wende mehr geben.

Für die Berliner geht es am nächsten Freitagabend (18 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig weiter. Für St. Pauli steht dann tags darauf um (13 Uhr) das absolute Topduell des 14. Spieltags gegen Greuther Fürth auf dem Programm.