Bundesliga 2010/11, 32. Spieltag
15:44 - 14. Spielminute

Tor 1:0
Mlapa
Linksschuss
Hoffenheim

16:08 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Beck
Hoffenheim

16:38 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Hajnal
Stuttgart

16:43 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Cacau
Stuttgart

16:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Pogrebnyak
für Okazaki
Stuttgart

16:50 - 63. Spielminute

Tor 1:1
Cacau
Rechtsschuss
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Ibertsberger
für Roberto Firmino
Hoffenheim

16:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Vorsah
Hoffenheim

16:55 - 68. Spielminute

Tor 1:2
Kuzmanovic
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Harnik
Stuttgart

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Ibisevic
für Beck
Hoffenheim

17:11 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Gentner
für Hajnal
Stuttgart

17:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Delpierre
für Cacau
Stuttgart

HOF

VFB

Hoffenheim bleibt ohne Bundesligasieg gegen den VfB

Cacau nutzt Harniks Geistesblitz

Die Entscheidung: Stuttgarts Zdravko Kuzmanovic (re.) verläd TSG-Keeper Tom Starke beim Elfmeter

Die Entscheidung: Stuttgarts Zdravko Kuzmanovic (re.) verläd TSG-Keeper Tom Starke beim Elfmeter. getty images

1899-Coach Marco Pezzaiuoli vertraute derselben Elf wie bei der 1:2-Niederlage in Leverkusen .

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia musste gegenüber dem deutlichen 3:0-Sieg über den Hamburger SV auf Molinaro verzichten, der sich einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen hatte. Boka begann deshalb auf der Linksverteidigerposition.

Beide Mannschaften waren in der Anfangsphase bemüht, nach vorne zu spielen, leisteten sich aber zu viele Unkonzentriertheiten im letzten Angriffsdrittel, so dass die Strafräume zunächst weitestgehend verwaist blieben. Die TSG zeigte dabei noch die etwas reifere Spielanlage und ließ das Leder bis zum gegnerischen Sechzehner bisweilen gut durch die eigenen Reihen laufen.

Dennoch bedurfte es für den Führungstreffer der freundlichen Mithilfe der Stuttgarter Defensive. Tasci spielte einen hohen Rückpass auf Ulreich, der das Leder beim Versuch, es mit dem Kopf zu stoppen, nicht kontrollieren konnte, so dass Mlapa aus kurzer Distanz locker einschob (14.). Der VfB war nun gefordert und hätte beinahe die richtige Antwort parat gehabt. Boulahrouz drang über rechts in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Schuss aber am Pfosten (16.).

Die Gäste waren nun besser in der Partie, agierten in der gegnerischen Hälfte aber meist zu umständlich – TSG-Keeper Starke blieb kaum geprüft. Hoffenheim spielte mit kurzen schnellen Pässen dagegen bisweilen gefällig nach vorne, brachte den finalen Ball aber zu selten an den Mann. Die Labbadia-Elf verfiel trotz des Rückstandes nicht in blinden Aktionismus – eine sichere Defensive blieb oberstes Gebot.

Kurz vor der Pause entdeckte der VfB noch einmal seinen Offensivgeist und hatte binnen einer Minute gleich zwei Mal die Chance zum Ausgleich. Zunächst parierte Starke einen Kuzmanovic-Knaller aus der Distanz mit einem Klassereflex (39.), ehe Cacau eine Unsicherheit der TSG-Abwehr nutzte, Starke umkurvte, am Ende aber am auf der Linie klärenden Vorsah scheiterte (39.).

Statistik & Tabelle

Zwar kamen die Stuttgarter zunächst deutlich offensiver aus der Kabine, die nächste Großchance gab es allerdings auf der anderen Seite zu bewundern. Nach Braafheids punktgenauer Flanke rauschte Babel heran und köpfte Richtung Tor. Ulreich riss die Fäuste hoch und bewahrte sein Team vor dem zweiten Gegentreffer (52.).

Der Schwung der Gäste schien verflogen, Hoffenheim kontrollierte wieder das Geschehen, doch ein Geistesblitz von Harnik brachte Stuttgart wieder ins Spiel. Der österreichische Nationalspieler nutzte eine Lücke in der bis an die Mittellinie aufgerückten TSG-Abwehr und schickte Cacau mit einem perfekt getimten Pass in die Gasse auf die Reise. Der Stürmer lief allein auf das Tor zu und schob das Leder durch die Beine von Starke in die Maschen (63.).

Damit nicht genug: Erneut war es Harnik, der dem kurz zuvor eingewechselten Ibertsberger das Spielgerät abluxte und in den Strafraum marschierte. Vorsahs rustikales Einsteigen bestrafte Schiedsrichter Dr. Felix Brych zu Recht mit einem Strafstoß, den Kuzmanovic eiskalt verwandelte (68.).

Die Kraichgauer waren ob des Stuttgarter Doppelschlags konsterniert, durchdachte Angriffe wurden immer seltener. Darüber hinaus ging die Pezzaiuoli-Elf in der Defensive zu viel Risiko, rückte oft weit auf und war so meist mit einem einzigen Ball in die Spitze auszuhebeln. Harnik (77.) und Pogrebnyak (78.) liefen allein auf Starke zu, konnten die Chance zur Vorentscheidung aber nicht nutzen. Beinahe hätte sich dies gerächt, doch Sigurdsson zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze zwei Minuten vor dem Ende nur an den Innenpfosten (88.).

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gastiert Hoffenheim in Nürnberg, Stuttgart empfängt Hannover 96.