Bundesliga 2010/11, 24. Spieltag
15:45 - 15. Spielminute

Rote Karte
Delpierre
Stuttgart

15:45 - 15. Spielminute

Gelbe Karte
Franz
Frankfurt

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Gebhart
für Cacau
Stuttgart

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Fenin
für B. Köhler
Frankfurt

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Amanatidis
für Halil Altintop
Frankfurt

16:50 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Rode
Frankfurt

16:53 - 64. Spielminute

Tor 0:1
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Gebhart
Stuttgart

16:56 - 67. Spielminute

Tor 0:2
Hajnal
Rechtsschuss
Vorbereitung Kuzmanovic
Stuttgart

16:59 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Stuttgart

17:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Kittel
für Rode
Frankfurt

17:08 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Niedermeier
für Hajnal
Stuttgart

17:20 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Okazaki
Stuttgart

SGE

VFB

Frankfurt scheitert an Pfosten und Ulreich

Harnik und Hajnal ziehen die Eintracht in Unterzahl mit in den Strudel

Martin Harnik trifft zum 1:0

Aus dem Nichts: Martin Harnik nutzt Fährmanns Patzer und trifft zum 1:0 für den VfB. picture-alliance

Beide Seiten hatten vor dem Spiel mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen. Eintracht-Coach Michael Skibbe baute seine Elf gegenüber dem 0:3 in Nürnberg auf vier Positionen um: Fährmann, Jung (nach Nasennebenhöhlenentzündung), Meier und Köhler begannen für Nikolov (Sehneneinriss im Fuß), Vasoski, Heller und Kapitän Ochs (Magen-Darm-Infekt). Skibbes Gegenüber Bruno Labbadia konnte nach dem 0:2 gegen Benfica immerhin wieder auf Tasci (Leistenblessur) und Cacau (Adduktorenprobleme) zurückgreifen, Niedermeier und Schipplock rückten ins zweite Glied zurück. Im Tor stand der eigentlich degradierte Ulreich, nachdem sich Ziegler gegen Lissabon eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Mit viel Tempo, hoher Intensität, aber auch zahlreichen Fehlern nahmen beide Teams die Partie auf - Fußball wurde allerdings längst nicht immer gespielt. Viele Fouls und Nickeligkeiten prägten von Beginn an das Bild, mit dem Höhepunkt in Minute 15: Als alles auf den VfB-Freistoß wartete, schubste Delpierre wutentbrannt Franz zu Boden, der Frankfurter hatte ihm zuvor ungestraft auf den Fuß getreten. Referee Wolfgang Stark zeigte zunächst fälschlicherweise Boulahrouz Rot, zog die Entscheidung zurück und schickte dann den Stuttgarter Kapitän zum Duschen, der schon im Hinspiel vom Platz geflogen war.

Der 24. Spieltag

Nicht nur aufgrund der frühen Überzahl hatte die Eintracht zu Beginn Vorteile. Vor allem nach ruhenden Bällen und per Kopf brachten die Hausherren das VfB-Tor immer wieder in Gefahr, Russ (5.) köpfte vorbei, Meier haarscharf drüber (25.). Die Stuttgarter, jetzt mit Boulahrouz neben Tasci und Träsch als Rechtsverteidiger, lauerten auf Konter und hatten mit Okazaki die bis dahin dickste Chance der Partie: Nach Träschs langem Ball entschied Fährmann das Eins-gegen-eins mit Bravour für sich (29.). Die optisch klar überlegene, aber nicht immer einfallsreiche Eintracht antwortete mit ihrer besten Möglichkeit im ersten Durchgang, als Gekas' Kopfball-Bogenlampe Ulreich zu einer Klasse-Parade zwang (38.). Dann war die aufregende erste Hälfte vorbei, der Abstiegskampf war förmlich zu greifen. Mit Fenin und Amanatidis stärkte Skibbe zum Seitenwechsel seine Offensive noch einmal, Labbadia schickte Gebhart als alleinige Spitze für Cacau aufs Feld. Eine Folge: Die Eintracht-Überlegenheit wurde immer drückender. Doch die Torlos-Misere wollte einfach nicht enden. Erst verschätzte sich Boulahrouz bei Schweglers langem Ball und verschaffte Gekas freie Bahn - Innenpfosten (56.)! Drei Minuten später hielt Ulreich Fenins Kopfball aus kurzer Distanz herausragend.

Fährmann patzt - und Stuttgart schockt die Eintracht doppelt

Erst fehlte der Eintracht vorne das Glück, dann plötzlich hinten die Konzentration. Der VfB schockte die Hessen aus dem Nichts, und das gleich doppelt! Zunächst führte Harnik rund 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß blitzschnell aus, Fährmann konnte den folgenden Gebhart-Schuss nicht festhalten, und der Österreicher staubte zum 1:0 ab (64.). Dann, nur drei Minuten später, kam ein Abschlag des Eintracht-Keepers postwendend zurück; und nachdem Franz Kuzmanovic noch am Torschuss gehindert hatte, hob Hajnal den Abpraller gefühlvoll über Fährmann ins Netz. Immerhin verhinderte der Nikolov-Ersatz kurz darauf das 0:3 durch Okazakis Schlenzer (71.).

Die Eintracht schüttelte sich kurz und rannte in der Schlussphase weiter ohne Ende an, das Glück blieb der Skibbe-Elf aber bis zum Schluss verwehrt. Mitunter war es wie verhext, auch gegen Gekas, der aus acht Metern freistehend schießen durfte, war Ulreich unglaublich schnell unten und hielt den Vorsprung fest (77.), Amanatidis brachte den Ball ebenso wenig ins Tor (82.). Und obwohl die Kräfte sichtlich schwanden, rettete der VfB den befreienden Sieg über die Zeit.

Seit 2001 wartet die Eintracht jetzt schon auf einen Heimsieg gegen die Stuttgarter, nur noch fünf Zähler trennen die Hessen von den Schwaben in der Tabelle. Die Labbadia-Truppe gewann nach vier Pflichtspielniederlagen wieder mal ein Spiel und schöpft im Keller neue Hoffnung. Beide Teams sind am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zuhause wieder gefragt: Die Eintracht empfängt Kaiserslautern, Stuttgart Schalke 04.