Bundesliga 2010/11, 15. Spieltag
15:43 - 11. Spielminute

Tor 0:1
Salihovic
Rechtsschuss
Vorbereitung Beck
Hoffenheim

15:46 - 15. Spielminute

Gelbe Karte
Boka
Stuttgart

16:06 - 34. Spielminute

Tor 1:1
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Cacau
Stuttgart

16:13 - 41. Spielminute

Rote Karte
Vorsah
Hoffenheim

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Tobias Weis
für Ibisevic
Hoffenheim

16:46 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Molinaro
für Boka
Stuttgart

16:50 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Pogrebnyak
für Bah
Stuttgart

16:56 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Salihovic
Hoffenheim

16:56 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Tobias Weis
Hoffenheim

17:02 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Mlapa
für D. Ba
Hoffenheim

17:04 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Harnik
Stuttgart

17:09 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Kuzmanovic
für Degen
Stuttgart

17:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
G. Sigurdsson
für Salihovic
Hoffenheim

17:19 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Cacau
Stuttgart

VFB

HOF

Cacau scheitert am Pfosten

Nur Harnik trifft - VfB weiter im Keller

Sejad Salihovic gegen Christian Gentner (re.) und Christian Träsch

TSG-Torschütze Sejad Salihovic gegen Christian Gentner (re.) und Christian Träsch. picture-alliance

Stuttgarts Trainer Jens Keller stellte seine Elf nach der 2:4-Niederlage gegen die Young Boys Bern in der Europa League auf nicht weniger als sieben Positionen um: Für Ziegler hütete Ulreich das Tor, davor durften Delpierre, Boka, Träsch, Gebhart, Gentner und Cacau für Bicakcic, Molinaro, Camoranesi, Kuzmanovic, Elson und Pogrebnyak ran. Tasci hatte sich beim Aufwärmen verletzt, Niedermeier behielt so seinen Platz in der Innenverteidigung.

1899-Coach Ralf Rangnick brachte im Vergleich zum 2:2 gegen Leverkusen Ba für Mlapa.

Auf rutschigem Rasen tat sich in Stuttgart zu Beginn nicht viel. Der VfB war bemüht, aber zu überhastet in seinem Offensivdrang, während die TSG abwartend agierte.

Ein Fehler der Schwaben brachte die schnelle Führung für die Gäste: Gebharts Klärungsversuch am eigenen Strafraum per Fallrückzieher misslang. Beck kam an den Ball und flankte, in der Mitte schoss Salihovic mit seinem schwächeren rechten Fuß aus zehn Metern genau ins rechte untere Eck (11.).

Der Nackenschlag trug natürlich nicht dazu bei, das Nervenkostüm des VfB zu beruhigen. Bei vielen unnötigen Ballverlusten und Fehlpässen schon im Aufbau ließ die Keller-Elf jegliche Harmonie zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen vermissen, Soloeinlagen von Cacau verpufften.

Die TSG schaltete nach Ballgewinn immer wieder schnell um, trotz guter Ansätze und technischer Überlegenheit mündete dies aber nicht in torgefährliche Szenen. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, ehe ein feiner Angriffszug der Gastgeber Träsch in Schussposition brachte, der Nationalspieler aber aus 18 Metern erst an Vorsahs Kopfballabwehr und beim Nachsetzen am zentral postierten Mitspieler Harnik scheiterte (22.).

Hoffenheims oberstes Gebot, den Gegner zu kontrollieren und vom eigenen Strafraum fernzuhalten, griff bis zur 34. Minute. Dann hatte der bis dahin glücklose Cacau im Mittelfeld zu viel Platz, umkurvte Vorsah und drang in den Strafraum ein. Seine Hereingabe durch die Beine Ibertsbergers vollendete Harnik in der Mitte aus acht Metern ohne Mühe.

Nun waren die Schwaben drin im Spiel und am Drücker. Ibertsberger rettete gegen Harnik (37.), Träsch scheiterte aus 16 Metern an der Klasse-Parade von Haas (40.). Den nächsten Aufreger lieferte Referee Dr. Drees, der bei Vorsahs Duell mit Gentner im Mittelfeld eine Tätlichkeit des Ghanaers sah und die Rote Karte zückte - eine fragwürdige Entscheidung (41.).

Der 15. Spieltag

Mit Weis für Ibisevic stellte Rangnick zu Beginn von Durchgang zwei taktisch um: Luiz Gustavo rückte in die Innenverteidigung, Weis ins Mittelfeld.

Fast wäre es ein Start nach Maß gewesen für die Schwaben: Cacau packte nach Luiz Gustavos zu kurzer Abwehr halblinks aus acht Metern die Pike aus, traf aber nur den rechten Pfosten (46.).

Wer in Überzahl nun einen Sturmlauf Stuttgarts erwartet hatte, sah sich getäuscht. 1899 arbeitete laufintensiv gut gegen den Ball und sorgte immer wieder für Entlastung. Pech dann für die Hausherren, dass Boka verletzt raus musste - Molinaro kam (57.). Nachdem das Offensivspiel seiner Elf komplett eingeschlafen war, reagierte Keller mit einem zweiten Wechsel und brachte Pogrebnyak für Bah (61.).

Am Unvermögen der Schwaben, Chancen zu kreieren, änderte sich nichts. Vielmehr beeindruckte 1899 mit großer Einsatzfreude sowie Spielvermögen und hatte auch in brenzligen Situationen eine Lösung parat. So bei Cacaus Sololauf, als Beck in letzter Sekunde die Grätsche auspackte und zur Ecke rettete (77.).

In der Schlussphase wachte Stuttgart endlich auf und warf alles nach vorne. Cacau verzog knapp (81.), Harnik verfehlte das Tor sowohl per Kopf (82.) als auch per Rechtsschuss (84.), und der gute TSG-Keeper Haas begrub Niedermeiers Kopfball sicher unter sich (90.) - dann war Schluss.

Für Stuttgart geht es am Freitag weiter: Um 20.30 Uhr sind die Schwaben zu Gast bei Hannover 96. Hoffenheim empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den 1.FC Nürnberg.