Bundesliga 2010/11, 10. Spieltag
15:39 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Dzeko
Kopfball
Vorbereitung Kjaer
Wolfsburg

16:55 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Mandzukic
für Grafite
Wolfsburg

16:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Audel
für Kuzmanovic
Stuttgart

17:06 - 76. Spielminute

Tor 2:0
Dzeko
Kopfball
Vorbereitung Diego
Wolfsburg

17:07 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Harnik
Stuttgart

17:08 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Audel
Stuttgart

17:11 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Gentner
Stuttgart

17:10 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Madlung
für Dzeko
Wolfsburg

17:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Camoranesi
für Gebhart
Stuttgart

17:15 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Kahlenberg
für Diego
Wolfsburg

WOB

VFB

VfB verliert bei den Wölfen zum vierten Mal in Folge

Dzeko offenbart Stuttgarts Standardschwäche

Wolfsburg bejubelt das 1:0

Der VfL feiert das 1:0 durch Dzeko - doch eigentlich war das Leder schon nach Kjaers Kopfball hinter der Linie. picture alliance

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren setzte nach dem 3:1-Pokalsieg bei Victoria Hamburg auf Dejagah und den zuletzt angeschlagenen Dzeko in der Startelf, dafür mussten Cicero und Mandzukic auf der Bank Platz nehmen. Stuttgarts Trainer Jens Keller nahm im Vergleich zum 3:1-Pokalsieg beim Chemnitzer FC nach Verlängerung vier Änderungen vor. Harnik, Cacau, Gentner und Boulahrouz durften ran, Niedermeier (Bänderdehnung), Pogrebnyak (Sprunggelenk), Marica (Adduktoren) und Camoranesi (Bank) fehlten in der Startelf.

Der VfL hatte die letzten drei Heimspiele gegen Stuttgart allesamt gewonnen, und auch diesmal erwischten die Wölfe den besseren Start. Große Schwächen zeigten die Schwaben nach Standards - gleich die erste Ecke führte zum Erfolg. Nach Kjaers Kopfball sprang das Leder hinter die Linie und aus dem Tor, Dzeko setzte per Kopf nach und ließ keinen Zweifel mehr an der Führung der Wolfsburger (6.).

Sichtlich verunsichert reagierten die Schwaben auf den frühen Rückstand. In der Offensive lief so gut wie gar nichts zusammen, lediglich Harnik sorgte durch zwei Einzelaktionen (22., 32.) für ein wenig Beschäftigung für Keeper Hitz. Anders der VfL: Nach Kjaers klasse Pass in den Lauf von Dzeko hatte der Bosnier das 2:0 auf dem Fuß, machte aber viel zu wenig aus der Chance (15.). Und Ecken ließen beim VfB ohnehin stets die Alarmglocken schrillen. Molinaro musste gegen einen Schuss von Barzagli (24.) auf der Linie klären. Auch als Ulreich unter einer Ecke durchtauchte, rettete der Italiener in höchster Not (28.) gegen Grafite. Unmittelbar zuvor hatte der Brasilianer aus bester Position den zweiten Treffer verpasst. Natürlich wieder beteiligt: Molinaro. Er fälschte das Leder noch leicht ab, Ulreich lenkte den Ball an den Pfosten.

Der 10. Spieltag

In der Schlussphase der ersten Hälfte versuchte Stuttgart das Heft in die Hand zu bekommen, doch gegen die konzentriert und robust agierende Wolfsburger Abwehr schien kein Kraut gewachsen. Zudem musste der VfB höllisch vor den schnellen Kontern der Wölfe, meist über Diego vorgetragen, aufpassen. Nach einer verunglückten Flanke des Ex-Wolfsburgers Gentner, die beinahe noch den Weg über Keeper Hitz ins lange Eck gefunden hätte (45.), ging es mit der verdienten Führung für die Niedersachsen in die Pause.

Wolfsburg war auch nach Wiederanpfiff dem zweiten Tor näher als Stuttgart dem Ausgleich, die Wölfe hatten einfach mehr von der Partie. Eine Riesenchance ließ Dejagah aus. Nach einer sehenswerten Kombination über rechts schoss er aus bester Position über das Gehäuse (52.). Der VfB fand indes weiter kein Mittel, so musste ein Distanzschuss für die erste Gelegenheit nach der Pause herhalten. Träschs Flatterball konnte Hitz nicht festhalten. Harnik setzte per Kopf nach, doch der Wolfsburger Keeper stand bereits wieder und fing den Ball locker ab (61.). Überhaupt: Wenn's bei den Schwaben gefährlich wurde, dann war Harnik beteiligt. Cacau setzte den Österreicher ein, aus 15 Metern scheiterte er aber an Hitz.

Dass der VfB die VW-Arena letztlich als Verlierer verließ, war nicht nur der Ungefährlichkeit vor dem Tor geschuldet - sondern der eklatanten Schwäche bei Standards. Boulahrouz hätte das Leder nach einer Freistoßflanke beinahe ins eigene Tor befördert. Nach der anschließenden Ecke von Diego war es dann endgültig passiert: Dzeko war am kurzen Pfosten vor Ulreich zur Stelle und versenkte den Ball per Kopf zum 2:0 (76.). Es war der endgültige Genickbruch für die verunsichert wirkenden Schwaben. Auf eine Schlussoffensive wartete der mitgereiste Anhang vergeblich, ohne Mühe brachten die Niedersachsen das Ergebnis über die Zeit.

Für den VfL Wolfsburg geht es am kommenden Samstag um 15.30 Uhr in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter. Die Stuttgarter treten am Donnerstag um 21.05 in der Europa League beim FC Getafe an. Am Sonntag empfängt der VfB dann um 17.30 Uhr Werder Bremen.