Bundesliga 2010/11, 6. Spieltag
15:50 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Hyypiä
Kopfball
Vorbereitung Barnetta
Leverkusen

15:52 - 21. Spielminute

Tor 0:2
Vidal
Kopfball
Vorbereitung Kadlec
Leverkusen

15:59 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Leverkusen

16:03 - 31. Spielminute

Rote Karte
Camoranesi
Stuttgart

16:41 - 52. Spielminute

Tor 1:2
Kuzmanovic
Rechtsschuss
Stuttgart

16:50 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Marica
für Harnik
Stuttgart

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Rolfes
für Renato Augusto
Leverkusen

16:58 - 69. Spielminute

Tor 1:3
Balitsch
Linksschuss
Vorbereitung Derdiyok
Leverkusen

16:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Molinaro
für Boka
Stuttgart

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Sam
für Barnetta
Leverkusen

17:06 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Kuzmanovic
Stuttgart

17:14 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Molinaro
Stuttgart

17:17 - 88. Spielminute

Tor 1:4
Sam
Rechtsschuss
Vorbereitung Derdiyok
Leverkusen

17:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
N. Jörgensen
für Derdiyok
Leverkusen

VFB

LEV

Rot für Camoranesi

Leverkusen traf auf wenig Gegenwehr

Jubel nach dem Führungstor: Leverkusens Verteidiger Hyypiä.

Jubel nach dem Führungstor: Leverkusens Verteidiger Hyypiä. picture-alliance

Stuttgarts Trainer Christian Gross stellte nach der 1:2-Niederlage in Nürnberg seine Startelf auf drei Positionen um. Niedermeier musste auf die Bank und durch Delpierre ersetzt. Dazu vertraten Camoranesi und Harnik die verletzten Gebhart und Didavi. Leverkusens Trainer Jupp Heynckes brachte nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt mit Hyypiä und dem zuletzt angeschlagenen Renato Augusto zwei Stammspieler in die Anfangself zurück. Dafür mussten Bender und Jörgensen weichen.

Bayer 04 Leverkusen erwischte den besseren Start, griff die Stuttgarter früh an und ließ sie nicht zur Entfaltung kommen. Sofort boten sich Möglichkeiten für die Gäste, doch Balitsch (3.) und Schwaab (10.) scheiterten in aussichtsreicher Position.

Der 6. Spieltag

Den Hausherren schmeckte die Leverkusener Taktik sichtbar wenig. Der VfB hatte große Probleme im Spielaufbau und kam in der Offensive überhaupt nicht zum Zug. Anders die Gäste, die immer wieder gefährlich vor Ulreichs Tor auftauchten. Barnetta scheiterte mit einem Versuch aus 17 Metern nur denkbar knapp (14.).

Es sah immer mehr danach aus, als wollte der VfB um ein Gegentor betteln. Das Flehen der Hausherren wurde in der 19. Minute auch erhört. Barnetta servierte einen Freistoß von der linken Seite auf den Kopf des aufgerückten Hyypiä, der unbedrängt einköpfen konnte.

Die Heynckes-Elf bemerkte die Verwirrung in der Stuttgarter Defensive und setzte sofort nach. Das Resultat war ein veritabler Doppelschlag. Derdiyok legte in der 21. Minute den Ball auf Kadlec zurück, der mit einer weiten Flanke zum zweiten Pfosten Vidal fand. Der Chilene setzte sich locker im Kopfball-Duell gegen Boka durch und vollendete zum 2:0 für die Gäste.

Im Anschluss zog sich die Heynckes-Elf weiter zurück, wodurch der VfB zumindest im Mittelfeld besser ins Spiel kam. In der Spitze blieb das Team von Christian Gross aber harmlos. In der 27. Minute schafften es die Hausherren, nach einem Freistoß von Camoranesi das komplette Spielfeld für einen Leverkusener Konter zu öffnen. Barnetta setzte den Ball aus halblinker Position aber knapp am rechten Pfosten von Ulreichs Tor vorbei.

Der VfB schwächte sich in der 31. Minute weiter. Barnetta war wieder einmal alleine Richtung VfB-Tor unterwegs, als ihm kurz vor dem Strafraum Camoranesi die Beine wegzog. Schiedsrichter Meyer entschied sofort auf Notbremse und schickte den Weltmeister von 2006 vorzeitig mit Rot zum Duschen.

Den fälligen Freistoß von Derdiyok konnte VfB-Keeper Ulreich gerade noch von der Linie kratzen und damit eine frühe Entscheidung verhindern. Doch wer auf ein Aufbäumen der Gross-Elf gewartet hatte, sah sich getäuscht. Die einzige Chance der Schwaben in der ersten Hälfte vergab Harnik kläglich (38.).

Die Leverkusener hatten eine perfekte erste Halbzeit abgeliefert und mussten sich lediglich vorwerfen, nicht höher in Führung zu liegen.

Leverkusen steckte zu Beginn der zweiten Hälfte leicht zurück und ließ die personell dezimierten Stuttgarter kommen. Diese brauchten einige Minuten, um ins Spiel zu finden, konnten in der 52. Minute aber mit etwas Glück den Anschlusstreffer erzielen. Kuzmanovic zog einen Freistoß von der linken Seite Richtung Bayer-Tor. Dort versuchten Cacau, Pogrebnyak und Tasci an den Ball zu kommen. Das schafften sie zwar alle nicht, irritierten Torhüter Adler aber so, dass der Ball unberührt den Weg ins Tor fand.

Die zu Beginn der zweiten Hälfte behäbig wirkenden Leverkusener versuchten daraufhin, die Fahrt der ersten Halbzeit wieder aufzunehmen. Diesmal versuchte der VfB aber engagierter dagegen zu halten. Trotzdem waren Torchancen für die Heynckes-Elf von der wackeligen VfB-Abwehr nicht zu verhindern.

Zunächst scheiterte Renato Augusto mit einem Aufsetzer an VfB-Keeper Ulreich (62.). Nicht besser erging es Balitsch in der 68. Minute, der mit Vidal nach einer Stuttgarter Ecke einen Klasse-Konter fuhr, am Torwart aber war Endstation.

Leverkusen blieb aber dran und konnte sich auf die löchrige Stuttgarter Abwehr verlassen. In der 69. Minute hatte Derdiyok auf der linken Seite viel Platz und flankte zentral vor das Tor. Dort hatte Balitsch wenig Mühe, gegen die indisponiert wirkende Innenverteidigung das 3:1 zu erzielen.

Die Hausherren gaben sich aber nicht auf. Vor allem Kuzmanovic und Pogrebnyak versuchten alles, um den Anschluss wieder herzustellen. Dies wäre den beiden in der 77. Minute auch fast gelungen, als Pogrebnyak eine Flanke von Kuzmanovic im Tor unterbrachte. Schiedsrichter Meyer verweigerte dem Treffer allerdings die Anerkennung, da er vorher ein Handspiel von Marica gesehen hatte.

Als schließlich wiederum Pogrebnyak in der 81. Minute in aussichtsreicher Position über das Tor geschossen hatte, fügten sich die Hausherren in ihr Schicksal, zumal die Leverkusener den Dreier routiniert nach Hause spielten und durch den eingewechselten Sam den Sieg sogar noch auf 4:1 schrauben konnten (89.).

Am 7. Spieltag bekommt es der VfB Stuttgart am Sonntag um 15.30 Uhr vor heimischem Publikum mit Eintracht Frankfurt zu tun. Vorher müssen die Schwaben in der Europa League am Donnerstag noch bei Odense BK antreten. Bayer Leverkusen trifft am kommenden Bundesliga-Spieltag um 17.30 Uhr zu Hause auf Werder Bremen und muss in der Europa League zum Titelverteidiger Atletico Madrid.