Bundesliga 2010/11, 4. Spieltag
15:33 - 2. Spielminute

Tor 1:0
Pogrebnyak
Linksschuss
Vorbereitung Cacau
Stuttgart

15:52 - 21. Spielminute

Tor 2:0
Niedermeier
Kopfball
Vorbereitung Camoranesi
Stuttgart

16:07 - 36. Spielminute

Spielerwechsel
Bobadilla
für Arango
Gladbach

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Anderson
für Brouwers
Gladbach

16:41 - 54. Spielminute

Tor 3:0
Pogrebnyak
Rechtsschuss
Stuttgart

16:44 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Reus
Gladbach

16:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Gebhart
für Camoranesi
Stuttgart

16:47 - 60. Spielminute

Tor 4:0
Pogrebnyak
Linksschuss
Vorbereitung Boka
Stuttgart

16:51 - 64. Spielminute

Tor 5:0
Kuzmanovic
Rechtsschuss
Stuttgart

16:49 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Gladbach

16:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Harnik
für Cacau
Stuttgart

16:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Neustädter
für Idrissou
Gladbach

16:59 - 73. Spielminute

Tor 6:0
Delpierre
Kopfball
Vorbereitung Träsch
Stuttgart

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Marica
für Pogrebnyak
Stuttgart

17:06 - 80. Spielminute

Tor 7:0
Marica
Rechtsschuss
Vorbereitung Didavi
Stuttgart

VFB

BMG

Stuttgart beendet Negativserie - Borussia überfordert

Pogrebnyak glänzt beim Schützenfest

Pogrebnyak und Didavi (re.) bejubeln das gerade vom Russen erzielte schnellste Tor der laufenden Saison

Blitzstart: Pogrebnyak und Didavi (re.) bejubeln das gerade vom Russen erzielte schnellste Tor der laufenden Saison. picture-alliance

Stuttgarts Trainer Christian Gross konnte nach dem 3:0-Heimsieg gegen Young Boys Bern in der Europa League wieder auf seinen Kapitän Delpierre bauen. Der Franzose kehrte nach viermonatiger Verletzungspause in die Anfangsformation zurück und ersetzte Tasci (Adduktorenprobleme).

Gladbachs Trainer Michael Frontzeck tauschte im Vergleich zur bitteren 0:4-Heimpleite gegen Frankfurt einmal: Marx ersetzte nach überstandener Oberschenkelverletzung Neustädter im zentralen Mittelfeld.

Gerade einmal 90 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz! Nach einer präzisen Träsch-Flanke von rechts verlängerte Camoranesi per Kopf in die Mitte zu Cacau, der den Ball mit der Brust aus kurzer Distanz in Richtung Tor brachte. Bailly parierte zwar noch, aber nur zu Pogrebnyak, der abstaubte. Die Führung flößte den Hausherren Selbstbewusstsein ein. Der VfB agierte fortan absolut spielbestimmend und ließ die Gladbacher durch exzellentes Forechecking überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.

Der 4. Spieltag

Auch in der Offensive sorgten die Schwaben durch konsequentes Flügelspiel für einigen Wirbel, doch Cacau schob den Ball aus 16 Metern knapp rechts vorbei (14.). Zwei Minuten später köpfte dann Delpierre nach einer Ecke weit links vorbei, ehe es Niedermeier besser machte. Camoranesis Ecke von rechts segelte an den ersten Pfosten, wo sich Niedermeier hochschraubte und aus sechs Metern wuchtig aufs Tor köpfte. Der Ball knallte von der Unterkante der Latte ins Tor (21.).

Der VfB präsentierte sich überhaupt nicht wie ein Team, das die ersten drei Bundesligaspiele verloren hatte. Die Schwaben hatten mehr Ballbesitz, agierten zielstrebiger und dominierten daher das Geschehen nach Belieben. Pogrebnyak hätte dann auch die Führung weiter ausbauen können, doch der Russe schoss zuerst knapp daneben und scheiterte dann an Bailly (25., 35.). Frontzeck hatte genug gesehen und tauschte noch vor der Pause. Im Prinzip hätte er jeden seiner Spieler auswechseln können, er entschied sich aber für Arango. Bobadilla kam rein. Doch auch der Argentinier konnte bis zur Pause nichts bewegen. Weil aber auch den Stuttgartern keine weiteren Treffer gelangen, ging es mit dem 2:0 in die Halbzeit.

Georg Niedermeier

Mit Köpfchen: Georg Niedermeier brachte den VfB noch vor der Pause mit 2:0 in Front. picture-alliance

Kurze Halbzeitpause für die Mönchengladbacher, der VfB dreht auf

Die Gladbacher standen bereits fünf Minuten vor dem Wiederanpfiff wieder auf dem Platz, außerdem wechselte Frontzeck ein zweites Mal: Brouwers blieb draußen, während Anderson eine Bewährungschance erhielt. Die Maßnahmen schienen zunächst Wirkung zu zeigen, denn die Borussia agierte fortan mit mehr Engagement, konnte sich dabei aber weiterhin nicht entscheidend durchsetzen. Die Schwaben hingegen zogen sich nun ein Stück weit zurück und lauerten auf den entscheidenden Konter.

Allerdings war es dann kein Gegenstoß, der für das nächste Tor verantwortlich war, sonder wieder eine Ecke: Dantes Klärungsversuch mutierte zu einer Vorlage für Pogrebnyak, der sich gegen Daems durchsetzte und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie stocherte (54.). Die Schwaben gaben sich mit dem 3:0 nicht zufrieden und wollten nun mehr. Und wieder war es Pogrebnyak, der sich treffsicher zeigte: Nach einer Freistoßflanke von links landete der Gladbacher Klärungsversuch bei Boka. Dessen strammen Fernschuss aus rund 30 Metern wehrte Bailly nur nach vorne ab, wo der Russe stand - 4:0 (60.).

Der schwäbische Torhunger war damit jedoch nicht gestillt, auch wenn Pogrebnyak nun in den Hintergrund trat. Zuerst schlenzte Kuzmanovic einen Freistoß aus 20 Metern präzise ins rechte untere Eck (64.), ehe Delpierre sein Comeback versüßte: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Träsch vom rechten Strafraumeck in die Mitte, wo sich der Franzose hochschraubte und aus acht Metern per Kopf das halbe Dutzend vollmachte (73.).

Damit hatte es sich aber immer noch nicht, denn nach 80 Minuten trug sich der mittlerweile für Pogrebnyak gekommene Marica ebenfalls in die Torschützenliste ein. Gladbachs komplette Hintermannschaft sah nur zu, wie Didavi im Strafraum zum Rumänen quer legte, der aus vier Metern den 7:0-Endstand markierte. Der VfB stellte damit den höchsten Bundesliga-Heimsieg seiner Geschichte ein.

In der Bundesliga folgt nun eine englische Woche, sodass beide Mannschaften bereits am Mittwoch wieder ran müssen. Der VfB Stuttgart spielt um 20 Uhr beim 1. FC Nürnberg, während Mönchengladbach zeitgleich St. Pauli empfängt.