Bundesliga 2010/11, 2. Spieltag
17:36 - 5. Spielminute

Tor 0:1
Boulahrouz
Eigentor, Hüfte
Vorbereitung Schmelzer
Dortmund

17:57 - 26. Spielminute

Tor 0:2
Barrios
Rechtsschuss
Vorbereitung Großkreutz
Dortmund

18:09 - 37. Spielminute

Tor 0:3
M. Götze
Kopfball
Dortmund

18:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Didavi
für Niedermeier
Stuttgart

18:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Harnik
für Marica
Stuttgart

18:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Schmelzer
Dortmund

18:51 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Lewandowski
für Barrios
Dortmund

18:57 - 69. Spielminute

Tor 1:3
Cacau
Kopfball
Vorbereitung Kuzmanovic
Stuttgart

18:59 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Kehl
Dortmund

19:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Piszczek
für Großkreutz
Dortmund

19:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
S. Bender
für Sahin
Dortmund

19:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Funk
für Boulahrouz
Stuttgart

VFB

BVB

Erster Sieg für Klopp in Stuttgart - Tascis Debüt wirkungslos

Götze & Co. nehmen die Einladungen an

Mario Götze köpft zum 3:0 ein

Bundesliga-Premiere: Mario Götze köpft nach Niedermeiers Fehler unbedrängt zum 3:0 ein. picture-alliance

Nachdem beim 2:2 gegen Bratislava in der Europa-League-Qualifikation die Viererkette erneut böse gepatzt hatte, beendete VfB-Trainer Christian Gross das lange Warten von Nationalspieler Tasci und brachte den Innenverteidiger diesmal von Beginn an. Allerdings blieben weder Boulahrouz noch Niedermeier draußen, sondern Didavi. So konnte Träsch ins defensive Mittelfeld rücken - Gentner spielte auf der linken Halbposition -, Boulahrouz besetzte die Position des rechten Außenverteidigers. Dortmunds Coach Jürgen Klopp brachte im Vergleich zum 1:0 bei Qarabag Agdam lediglich Götze für Piszczek, sodass in Stuttgart exakt die Elf auflief, die zum Bundesliga-Auftakt mit 0:2 gegen Leverkusen verloren hatte.

"Wir müssen das Spiel von Beginn an diktieren und nicht nur reagieren wie in den Partien zuletzt", hatte Gross vor der Partie gefordert - doch er wurde nicht erhört. Schon nach fünf Minuten führte der BVB, allerdings mit viel, viel Glück: Sahin wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und konnte Schmelzer auf der linken Seite einsetzen, und dessen Flanke fälschte Boulahrouz unhaltbar ins Tor ab.

Zwar war Dortmund in der Anfangsphase nicht haushoch überlegen, insgesamt zeigten sie sich aber organisierter, reifer und vor allem viel souveräner als der VfB. Das baldige 2:0 war demnach nicht unverdient: Großkreutz, dem Niedermeier auf links bei einem Klärungsversuch die Kugel zuköpfte, legte für Barrios quer, und der BVB-Torjäger überwand Ulreich mit einem platzierten Flachschuss aus rund 15 Metern (26.).

Der 2. Spieltag

Davon erholten sich die Stuttgarter vor der Pause nicht mehr, der Unterschied zwischen beiden Teams wurde eklatant. Nicht zuletzt, weil die Schwaben Einladung um Einladung verteilten. Als Niedermeier eine Flanke von Kagawa vor dem bereitstehenden Ulreich zu Götze "klärte" und dieser locker ins leere Tor köpfte - sein erster Treffer in der Bundesliga -, war die Vorentscheidung schon gefallen (37.). Unter einem gellenden Pfeifkonzert ging's in die Kabinen.

Mit Harnik und Didavi für Marica und Niedermeier nahm der VfB die zweiten 45 Minuten auf, zunächst hatten aber Kagawa (50.) und vor allem Barrios (51.) das vierte Tor auf dem Fuß, jeweils rettete Ulreich. Beide Chancen waren Kontern entsprungen, Belege dafür, dass sich das Spielgeschehen nun verschob: Anders als vor dem Seitenwechsel diktierte nun der VfB das Spiel, während Dortmund auf Konter lauerte. Das Umschalten klappte bei den Gästen wie vor dem Seitenwechsel zunächst prächtig. Doch zunehmend verlor die Klopp-Truppe die Kontrolle, mitunter gar die Orientierung, Stuttgart wurde stärker und stärker. Cacaus Knaller, den Weidenfeller stark entschärfte (63.), war die erste nennenswerte Chance des Spiels für den VfB - aber nicht die letzte: Sechs Minuten später segelte eine Flanke von Kuzmanovic bis zum zweiten Pfosten durch, wo Cacau sicher einköpfte. Weidenfeller wirkte da unsicher, auch bei Harniks Distanzschuss wenig später, den er nur mit Mühe abwehrte (71.).

In der Schlussphase wurde die bis dahin recht faire Partie härter, hitziger und hektischer. Doch das schien den Dortmundern eher zu helfen als den Gastgebern, störten die vielen Unterbrechungen doch den inzwischen aufgekommenen Spielfluss des VfB. Joker Piszczek vergab nach langer Zeit mal wieder eine Chance aufs vierte BVB-Tor (82.), auch gegen Kehl rettete Ulreich hervorragend (83.). Die Stuttgarter kamen in den letzten Minuten nicht mehr in die Nähe des Anschlusstores.

Während der VfB nicht nur die zweite Heimniederlage unter Gross kassierte, sondern auch erstmals überhaupt die ersten beiden Saisonspiele verlor, hat Klopp im sechsten Anlauf zum ersten Mal in seiner Geburtsstadt gewonnen. Insgesamt feierte Dortmund einen hochverdienten Auswärtssieg. Nach der Länderspielpause geht es für die Schwarz-Gelben am 11. September gegen Wolfsburg weiter, Stuttgart gastiert ebenfalls am Samstagnachmittag in Freiburg.